Die schlechte Nachricht vorweg: Die Welt ist - wieder einmal - im Anus.
In den ersten paar Filmminuten wird uns die Vorgeschichte wie es zu der Apokalypse kam in drastischen, aber optisch äußerst gut gemachten und spannenden Bildern vor Augen geführt.
Ein Virus namens VM2 entweicht aus einem Labor in Paris und macht dann (blut-)feuchtfröhlich eine Interrail-Tour um den Erdball. Knappe drei Wochen später gehen auf der ganzen Welt die Lichter aus - nicht nur in Bezug auf lebende Menschen, sondern auch im sprichwörtlichen Sinne: Die Militärs waren intelligent genug die sich schnell vermehrenden Zombies zu guter Letzt mit EMP-Bomben aufzuhalten, aber das war zu diesem Zeitpunkt auch schon egal. Wer tot ist, braucht auch keine Elektronik mehr.
6 Monate später.....
Alles im Eimer. Die Zivilisation ist durch die Klo-Spülung gegangen und die Städte werden von umher torkelnden Zombies bevölkert.
Eine Dreier-Gruppe, bestehend aus zwei Männern und einer Frau latscht auf der Suche nach Essen durch die Gegend und muss sogleich Bekanntschaft mit einer ebenfalls hungrigen Meute von Zombies machen.
In diesem Moment kommt ihnen eine weitere Gruppe Überlebender zu Hilfe und erledigt die Untoten souverän. Unter ihnen. Der Dawn oft the Dead - Held VIIIIIIIIING RHAAAAAAAAAAMES!
Mittlerweile werkt er schon zum 3. Mal in einem Zombiefilm mit und hat nun auch entsprechende Erfahrungen um den wandelnden Mülleimern in professioneller Weise, diesmal hauptsächlich mit einem Vorschlag-Hammer das Leben (wenn man das so nennen kann) auszuhauchen.
Die anderen Darsteller und -Innen sind mehr oder weniger unbekannte Serien-Figuren, deren es aber eigentlich kaum einer weiteren Erwähnung bedarf. Außer vielleicht Leslie Ann Brandt, die sich in der TV-Serie Spartacus (zusammen mit Lucy Lawless) nackig machen durfte.
Den Rest kann man sich denken. Die Überlebenden suchen nach einer Insel namens Catalina, auf der es keine Zombies geben soll. Der Weg dorthin führt in das postapokalyptische Los Angeles, das durch die Bevölkerung mit aggressiven Humpel-Heinis sehr an optischen Reiz verloren hat.
Obwohl in den guten 80 Minuten keine Langeweile aufkommt, weist das Drehbuch starke Schwächen, einige Logikfehler und die Optik billige CGI-Effekte auf. Naja, von einer ASYLUM-Produktion darf man sich eben keine Wunder erwarten. Trotzdem weiß der Film zu unterhalten, auch wenn man ein und dieselbe Geschichte schon in mindestens 100 anderen Zombie-Filmen gesehen hat.
Ving Rhames schlägt sich tapfer, allerdings ist seine Synchronstimme diesmal absolut Fehl am Platz. Anscheinend war sein Standard-Sprecher aus Pulp-Fiction und Dawn of the Dead zu teuer für dieses Projekt.
5/10 Punkten