Was haben "Fido - Gute Tote sind schwer zu finden" und "A Little Bit Zombies" gemeinsam? Beide haben unter dem Deckmantel des Zombie-Genres einen seltsamen Humor zu bieten. Doch wo der eine (Fido) glänzte, kann der andere nur mit Trash-Humor für sechsjährige Punkten.
Die Geschichte beginnt mit den Zombiejägern Max (Stephen McHattie) und Penelope (Emilie Ullerup). Während Max ganz lässig wirkt und mit coolen Sprüchen und seiner Schrotflinte Zombies wegpustet, macht mir Penelope mit ihrer Zauberkugel schon etwas Angst. Diese sagt den Zombiejägern nicht nur die Richtung, aus der die Untoten kommen, sondern mir auch, dass ich jetzt schon weiß, dass mit so einer blöden Idee wie einer Zauberkugel ein Trashfilm folgen wird.
Clever ist die andere Idee, dass eine Mücke ihren Rüssel in einen noch nicht gekillten Zombie reinhält und sich die Wampe erst einmal vollhaut. Denn diese Mücke fliegt nach dem Pitstop ihren Weg und landet im Auto von Steve (Kristopher Turner) und Tina (Crystal Lovwe), die sich mit Steve´s Schwester Sarah (Kristin Hager) und besten Freund Craig (Shawn Roberts) eine Hütte im Outland gemietet haben, um die Hochzeit von Steve und Tina vorzubereiten - dumm nur, dass die mit dem Zombieblut infizierte Mücke weiteren Hunger verspührt und Steve sticht, der danach bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Sein Puls schlägt nicht mehr, seine Körpertemperatur gleicht einer zu spät gekommenen Pizza und er verspürt plötzlich das Verlangen nach Hirn. Wie wird er aus dieser Lage wieder herauskommen?
Nun ja, meine Glaskugel, äh Zauberkugel hat mich ja schon Böses ahnen gelassen. Und genauso soll es auch kommen. Steve bleibt als Zombie allzu menchlich, will erst Tiere jagen und nagen und bemerkt, dass er wohl doch zum Kannibalen werden muss, während die anderen drei bemüht sind, ihm beizustehen und weiter(!) die Hochzeit zu planen. Eine Handvoll Witze zünden, das geb ich zu, der Rest ist Firelfanz für Leute, die jeden Tag ein paar mal gegen die Wand laufen. Während mir die beiden Frauen (die sich im übrigen nicht ausstehen können und dies ständig zeigen müssen) mir permanent von Anfang bis zum bitteren Ende auf die Nüsse gehen, gleicht Shawn Roberts (Steve´s bester Freund) nicht nur Sean William Scott, sondern soll auch hier gleich den Stifler für Arme machen. Naja, das funktioniert genauso wie der Rest. Nämlich gar nicht.
So schlägt man sich nach der Anfangssequenz mit den zwei Headshots durch den dämlichen Film mit gaga-Humor von der schlimmsten Sorte bis zum "Finale", das wiederum zwei Köpfe in den Wald hineinkatapultiert. Spiel, Spaß und Spannung? So etwas sucht man in dieser Knalltüte vergebens, da sollte man besser zum altbewährten Überraschungsei greifen.
Mein Tipp an Publisher Ascot Elite: Schneidet die vier blutigen Szenen raus und stellt den Schrott mit FSK 6 in die Kinderkrabbelecke.
Denn da liegt die Zielgruppe, die lacht sich über so was einen Ast.
3/10