kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.02.2013
Ein ekliger Wust wächst aus dem Rücken des zombiegleichen Rächers seiner Frau und bringt ein bisschen Frank-Henenlotter-Flair aus Italien mit. „Adam Chaplin“, ein Film, der schon als neue kleine Splattersensation gehypt wird, unter dem Strich abgesehen von der üblichen Liebe zur Tricktechnik aber nichts von Belang transportiert. Die Mittel, mit denen Köpfe zu Brei geschlagen und Körper zum Zerbersten gebracht werden, erinnern in ihrer Hysterie nicht umsonst an asiatische Funsplatterkanonen wie „Tokyo Gore Police“, während die mit grellen Farbfiltern bedeckte Optik mehrfach an die „Feast“-Filme denken lässt. Dem unmittelbaren, organischen, sehr direkten und nahbaren Splatterfeeling einer Referenz wie „Braindead“ kommt „Adam Chaplin“ aber niemals nahe, und so bleibt die Frage, was denn jetzt daran so besonders sein soll, dass man ihn derart über andere Filme seines Fachs stellen muss.
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