Der Film ist ein atmosphärisch dichter Psycho-Krimi mit trashigen Horror-Einlagen. Die eigentliche Krimihandlung ist zwar mit Satanskult im Schloßkeller schon etwas dick aufgetragen, dennoch ist sie stimmungsvoll in Szene gesetzt. Die Bilder sind gelungen, die Klavieruntermalung tut ein übriges. Leider kommen zu den sleazig in Szene gesetzten Frauenmorden noch Traumsequenzen, in denen Riesenspinnen, Fledermäuse und Zombies eine unrühmliche Rolle spielen. Auch daß es ständig gewittert ist etwas übertrieben. Die Story vom Kind, dem eingeredet wird, es hätte seinen Vater ermordet, und das später daher sich einbildet, einen Mordtrieb in sich zu verspüren, wäre eigentlich ausreichend. Schnell wird dem Zuseher klar, daß nicht der Mann, der mit seiner Verlobten seine abgeschieden in einer riesigen Villa lebende Mutter besucht, der wirkliche Mörder sein wird. Das ihn begleitende Filmteam wird nämlich dezimiert. Zunächst ein Mordversuch an Daryl (Laura Gemser) in der Badewanne, die dann, nach einer Sexszene am Ufer aufgeschlitzt wird. (Und ich dachte Laura Gemser hätte in diesem Film eine angezogene Rolle!) Die Schuspielerinnen, insbesondere Anita Strindberg, agieren hervorragend, die männliche Hauptperson dürfte ruhig etwas mehr Ausdruck zeigen, die anderen Männer haben wenig Chance sich zu profilieren (der Okkultist könnte z.B. etwas näher charakterisiert werden). Der Film ist nicht unbedingt ein Höhepunkt des Genres (welches eigentlich? Krimi, Giallo, Horror?) und die Splattereffekte lassen ein bißchen zu wünschen übrig, aber ein Ansehen lohnt dennoch.
Übrigens: die italienische DVD ist um 12 Sekunden gekürzt und ich nehme an die meisten anderen Fassungen haben diesen Schnitt ebenfalls.