Review

Body Bags (8/10)

Als ich am Grabbeltisch in Holland stand, und für 2,99 Euro diesen Film sah, musste ich zugreifen, obwohl ich kein großer Fan von John Carpenter bin. Aber, so sagte ich mir, wenn der Film nix ist, fliegt er halt in den Mülleimer.

Gut, dass ich jetzt vom Gegenteil überzeugt bin. Drei Episoden, wie Geschichten aus der Gruft, nur eben von John Carpenter erzählt, machen einfach Spaß auf mehr.

Die erste Geschichte ist typischer altertümlicher Horror, ein Spiel von "geh nicht raus", und die dumme Frau läuft dennoch raus, um zu helfen. Eine gute Kamerafahrt, gute Musik aus dem Synthesizer vom Meister selbst. Auch wenn die erste Story ein etwas dünnes Ende hat, man gruselt sich anständig.

Das gilt nicht für Story zwei, in der der abgenudelte Start Stacy Keach Angst vorm kahl werden hat, und einen Scharlatan von Arzt an die Kofphaut lässt. Die Folgen kann man ahnen, die Ursache nicht. Spannend, aber schwächer.

Sam Raimi rettet zum Schluss alles raus. Seine Story, in der das Auge eines Killers einem Footballstar eingepflanzt wird, hat gute Schockmomente, und spielt mit der Idee ähnlich wie in Blink.

Das Ende macht Hypochondern wie mir zu schaffen, aber gute EFX, richtig dosiert, sind halt nicht peinlich.

Warum dieser Film ab 16 in D geschnitten ist, ist wieder einmal ein Zeichen der Verdummung der FSK. Ein Film, den man jedem Horrorfan ans Herz legen sollte, einfach weil er Spaß macht und eine Menge Cameo's hat.

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