Dennis Peck (Richard Gere) weiss, wie er das Gesetz umgehen kann. Geldwäsche, Betrug, Vertuschung - kein Problem. Für den richtigen Preis arrangiert er alles - sogar einen Mord. "Vertrau mir", sagt er, "ich bin ein Cop!"
Raymond Avila (Andy Garcia) ist neu in der Abteilung *Internal Affairs* (=Interne Angelegenheiten) und kommt über einen ehemlaigen Freund von der Polizeiakademie eher zufällig den kriminellen Machenschaften Pecks auf die Spur und setzt alles daran, seinem Gegenspieler das Handwerk zu legen. Dieser gibt sich allerdings nicht kampflos geschlagen...
Richard Gere war "Ein Offizier und Gentleman", er spielte den "American Gigolo" - in dem dramatischen Cop-Thriller "Internal Affairs" gibt Gere mit sichtlicher Freude an seiner Rolle das hundsgemeine Ekelpaket. Nach außen hin der gut aussehende, stets hilfsbereite, charmante und allseits beliebte Ordnungshüter, innerlich aber ein durchtriebener Verbrecher, zerfressen von Geldgier und Macht - ein widerlicher Charakter, der durch geschickte Manipulation und abartiger Grausamkeit seinen Jäger stets einen Schritt voraus zu sein scheint.
Mike Figgis inszenierte mit zwei glänzend aufspielenden Hauptdarstellern ein im ersten Drittel etwas zähes, im weiteren Verlauf der Handlung sich temporeicher und dramatischer entwickelndes Psycho-Duell, das unaufhaltsam auf ein spannendes Finale zusteuert.
Die Hand ist schlüssig erzählt, das Motiv für Pecks Bestechlichkeit nachvollziehbar.
Leider wird der Showdown etwas abrupt eingeleitet und zu viele Zufälle erleichtern die finale Überführung Pecks.
Davon abgesehen besticht "Internal Affairs" durch sorgfältig gezeichnete Figurenschärfe und sauber inszenierte Actionszenen.
Insgesamt ein handwerklich grundsolider Film mit sehr guter Schauspielführung und einer straff erzählten Storyline.
7,75/10