Review

Im mittelalterlichen Schweden reist die junge Karin, Tochter eines wohlhabenden Bauern, mit dem Dienstmädchen Ingeri zu einer Kirche.

Dabei gerät Karin in die Fänge dreier Brüder, die sie vergewaltigen und töten. Die drei suchen danach unwissend Unterschlupf bei Karins Eltern... Die bald herausfinden, dass etwas nicht stimmt.

Meinung:

Bergmanns Film basiert auf einer alten Geschichte aus dem 13. Jahrhundert und ist quasi der Urtyp dessen, was später als Rape and Revenge Film häufig für Skandale sorgte.

Vor allem Wes Cravens "Last House on the Left" weist sehr große Parallelen zu Bergmanns Film auf, ist sogar fast schon eine Art Remake dessen.

Natürlich ist Bergmann nicht an einer simplen Rachegeschichte interessiert, auch wenn er für die damalige Zeit nicht gerade zurückhaltend an das Thema herangeht.

Für Bergmann steht hier vor allem der moralische Konflikt, insbesondere des Vaters, und das Thema der Religion in Hinsicht auf ethische und existentielle Angelegenheiten im Zentrum. Dass Bergmann später mit dem Ende, das durch die Religion eine Katharsis bietet, nicht mehr zufrieden war, kann man durchaus nachvollziehen. Es wirkt für den vielschichtigen Regisseur in der Tat etwas simpel gelöst.

Trotzdem ließ Bergmann sich nicht lumpen und inszeniert das Ganze natürlich wieder mit gewohnt starken Bildern, kann sich dabei auf überzeugende Darstellende verlassen und schafft es die für ihn wichtigen Themen gekonnt in den Film einzuflechten.

Kurzum:

Gewohnt starker Bergmann Film, an dem man vielleicht nur das Ende kritisieren kann - was Bergmann im Nachhinein selbst auch tat.

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