Review

Schlägt hohe Wellen!

„Point Break“ erzählt die Geschichte von Johnny Utah, einem ehemaligen College-Football-Star und nun jungen Undercover-Agenten des FBI, der eine Gruppe von Bankräubern / Extremsportlern infiltriert und dingfest machen muss - doch dabei ändert sich auch seine Sicht auf das Leben, auf Sport, auf Recht und Ordnung, auf die seelische Erfüllung…

I… am an F-B-I-AGENT!!!

Eine wunderbare Restauration und Wiederaufführung war das von „Point Break“. Dinge, die mir positiv aufgefallen sind und Bigelows Kultkanone nochmal in meiner Gunst haben steigen lassen:

+ wunderbare Chemie von Keanu mit… allen! 

+ mehr Buddy-Movie als alles andere

+ coole, glaubhafte Extremsportszenen

+ Bigelow gibt keinen Fick, wenn man Stuntdoubles sieht

+ Keanu, Swayze und Co. sind aber zum Teil auch selbst gesurft und fallschirmgesprungen!

+ noch schön 80s-Flair; aber auch das versmoggte L.A. der frühen Neunziger kommt geil rüber („The air got dirty and the sex got clean“)

+ alle sehr jung und hot!

+ flotte, kompakte, top gefilmte Verfolgungsjagden

+ machte die „Ex-Präsidenten“ bzw. Banküberfälle mit Masken ikonisch und populär (danach von „Heat“ bis „Dark Knight“ genutzt)

+ cooler Soundtrack, obwohl die ganz großen Hits fehlen

+ hitziger, atmosphärischer Score

+ die Actionszene in der Mitte mit der Hausrazzia und dem Rasenmäher ist lehrbuchhaft

+ unendlich zitierbar

+ voller Bromance

+ Busey ist mega gut drauf

+ mit mehr Grautönen und liebenswerteren „Bösewichten“ als üblich

+ sehr lustiger Tom Sizemore Kurzauftritt

+ unfassbares Tempo in seiner ersten Hälfte

+ macht Lust auf Natur, Sport, Freiheit

+ Lori Petty war sehr süss

+ funktioniert immer noch; lässt z.B. das gleichnamige Remake alt aussehen

+ sehr rebellisch, sehr (positiv) quatschig und kitschig, sehr anti-establishment

+ viele Momente und auch ein Ende, das im Kopf bleibt

+ sehr (positiv) maskulin und macho

+ Anthony Kiedis als Surfnazi!!!

+ einige Insider und Nods zu „Bill & Ted“

+ weit bevor Extremsport oder die X-Games ein Ding wurden

+ Bigelow war damals einfach unfassbar versiert, on point und auch vielseitig (sie konnte ja sogar Horror, s. den tollen „Near Dark“)

Fazit: als Actionpiece gut - als Film insgesamt sehr gut. Wegen Chemie, wegen Aura, wegen Tempo, wegen der Stars, wegen den Stunts und Extremsportarten. „Point Break“ ist ein halsbrecherischer Klassiker der Neunziger!

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