kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 11.05.2014
„Die Zeit mit Monika“ folgt chronologisch der „Sehnsucht der Frauen“ und greift auch dessen Abschlussmotiv wieder auf: Ein Junges Paar ergreift die Flucht vor den Zwängen der Erwachsenenwelt und verschwindet mit einem Boot, um den eigenen Träumen nachzujagen. Der dabei entstandene Film ist einer der unscheinbaren Art geworden. Vermeintlich schlicht gestaltet sich die Erzählung, bündelt aber in einfach gehaltenen Bildern dermaßen viele Informationen, dass sich am Ende aus einem geradlinigen, eskapistisch motivierten Jugendabenteuer das Bild eines komplexen Dramas lichtet, das viel mehr Substanz beinhaltet als es vielleicht auf den ersten Blick preisgibt. Zugleich ist dies auch ganz klar der Film von Harriet Andersson, die als 21-Jährige in ihrer ersten Hauptrolle ein bildschirmfüllendes Charisma ausstrahlt, das für eine lange gemeinsame Karriere mit Ingmar Bergman sorgen würde. Bergmans Philosophie über die Beziehung zwischen Mann und Frau zeichnet sich hier so essenziell wie nur möglich ab, wenigstens war sie selten weniger von Metaphern und Bildern verdeckt als hier.
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