Review

Verblendung - The girl with the dragon tattoo (2011)

Ich kenne weder die Bücher, noch habe ich die Originalverfilmungen gesehen. Trotzdem ist mir die "Stieg Larsson Trilogie" ein Begriff und wurde mir schon oft empfohlen. Zwei Dinge brachten mich dazu zuerst das Hollywood Remake anzusehen: Daniel Craig und David Fincher (Alien ³, Fight Club, Sieben). Mein Kurzfazit vorweg: extrem spannend und richtig gut.

Zur Story will ich überhaupt nichts verraten, denn ich denke man hat am meisten vom Film je weniger man vorher weiß. Nur soviel: die Ermittlungsarbeit bzw. der ganze Film ist so was von nervenaufreibend spannend und gelungen, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Ich habe den Film zu recht später Stunde eingelegt und wollte maximal die erste Hälfte schauen, aber daraus wurde nichts. Die 150 beeindruckenden Minuten sorgten anschließend für ein ordentliches Schlafdefizit.

Nur eine hervorragende Story reicht nicht um ganz oben mitzuspielen, dazu gehören Top Schauspieler. Und damit kann "Verblendung" auch dienen. Dass Daniel Craig nicht nur Bond kann stellt er hier erneut klar unter Beweis. Seine kühle ruhige Art passt ideal zu seiner Rolle und verleiht seiner Figur jederzeit die nötige Authenzität . Mindestens so beeindruckend ist Rooney Mara als Lisbeth Salander. Ihre Figur ist sicherlich am schwierigsten zu verkörpern und sie macht hier einen hervorragenden Job.

Was den Film auch so beeindruckend macht, ist die stets vorhandene beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Ähnlich wie in "Shutter Island" oder "Der Ghostwriter" spürt man recht schnell dass hier was nicht stimmt bzw. dass es ein dunkles Geheimnis gibt. Auch das winterliche Schweden steuert seinen Teil zur gelungenen Atmosphäre bei. Auch ein Glücksfall, dass David Fincher kein Unerfahrener ist wenn es darum geht den Zuschauer zu verwirren und erst zum Schluss die Katze aus dem Sack zu lassen. Er spielt hier seine Erfahrung aus und verleiht dem Film das Besondere und die nötige Klasse. Überrascht war ich vom Vorspann der hätte glatt aus einem Bond Film sein können.

Für mich der spannendste Film seit "Next 3 Days" und fast perfekt aber beide haben das gleiche kleine Manko. Zum Schluss wird es etwas zu hektisch und holprig. Die Ermittlungsarbeit verläuft da etwas zu rund und einfach, vermutlich um das Tempo anzuziehen. Die Zufälle häufen sich und das Timing einer Handlung passt auf die Sekunde genau. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Insgesamt ist "Verblendung" ein sau spannender Thriller mit hervorragenden Schauspielern den man nicht so schnell vergisst.

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