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Vor der Küste von Florida verschwindet eine Ölbohrinsel spurlos von der Seekarte, während in den Everglades halbgekochte Alligatoren angespült werden. Der verantwortliche Erdölkonzern mauert nach Kräften, doch Enthüllungsgeologin Dr. Antoinette Vitrini hat schon so eine Ahnung, was geschehen sein könnte. Nach ihrer Theorie nämlich ist der gesamte Golf von Mexiko ein Supervulkan, und der Konzern hat sozusagen die Büchse der Pandora geöffnet. Tatsächlich häufen sich schauerliche Nachrichten von Naturkatastrophen.

Ja, Florida ist ja bekannt für seine permanente Vulkaneruptionen und liegt ja bekannterweise auch nur wenige tausend Kilometer vom Ring of Fire entfernt, da kann man schon mal einen TV-Katastrophenstreifen draus machen. Fairerweise muß man aber sagen, das man sich tatsächlich um eine wissenschaftliche Erklärung bemüht, die sogar entfernt Sinn machen könnte. So ist der Krater bei der Yukatan Halbinsel, der angeblich die Dinosaurier auslöschte, keine Einschlagkrater eines Asteroiden sondern eine umgekehrte Caldera einer eingestürzten Magmablase.
Den Stein des Anstoßes gibt eine böse, böse Ölfirma, die mit ihren illegalen Bohrungen den Magmafluß zum Laufen bringt. Überhaupt kann man sagen, das der Film mit Sicherheit nicht von der Ölindustrie gesponsort wurde, denn dieser Berufszweig bekommt hier doch ganz ordentlich einiges ab, hat aber mit dem netten Kurzauftritt von Brad Dourif zumindest die darstellerische Kompetenz auf seiner Seite.
Alle anderen Figuren sind da schon deutlich nach der Klischeeschablone gezeichnet. Die tapfere Vulkanologin, deren nervige Schwester, der Verräter Nerd der am Ende doch seine Ehre wiederentdeckt, der gierige Konzernchef und natürlich jede Menge unnützes Familienblabla, das die Laufzeit mit gesprochener Langeweile füllt, kennt man ja zur Genüge. Es wird viel Zeit mit langweiligem Gerede vertrödelt, das sicher alle Zuschauer brennend interessiert, die eigentlich laut Filmtitel erwarten ein zünftiges Miami BBQ zu sehen.
Leider gibt es davon wenig zu genießen. Es ist ja verständlich, das man aufgrund der mal wieder schwachen CGI auf großflächige Zerstörungen verzichtete (wegen Schadenersatzforderungen von Angehörigen deren Familienmitglieder sich totgelacht haben), aber verdammich, genau aus diesem Grund schaut man sich solche Streifen im Grunde doch eigentlich an. So muß man sich doch mit ein paar verbrühten Bikini Mädels begnügen und sich eben die angesprochenen Erdbeben, Lava Ergüsse und Dampf-Tsunamis!! eben selbst vorstellen. So bleibt eben nur der übliche Kalbel-TV Reißer von der Stange, dessen Cover viel verspricht, aber kaum etwas umsetzt.
3/10

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