Handlung:
Peter Egermann, erfolgreicher Manager, ermordet die junge Prostituierte Ka und vergeht sich danach an ihrer Leiche.
Daraufhin werden die Ereignisse zuvor anhand von Szenen aus Peters Leben, Verhören und ähnlichem aufgedröselt, um zu zeigen, wie es soweit kommen konnte.
Meinung:
Sind wir nur Marionetten und ist unser Leben fremdbestimmt? Dieser Frage und anderem widmet sich Bergmann in seinem Aus dem Leben der Marionetten, den er 1980 in Deutschland für das Fernsehen gedreht hat.
Der kammerspielartige Film setzt dabei auf stilvolle Schwarz-Weiss-Bilder vermischt mit einzelnen Farbszenen und hat, für Bergmann typisch, ein inszenatorisches Niveau, insbesondere in den herausragenden Traumsequenzen, das weit über TV Niveau und den Durchschnittsfilm hinausgeht.
Aber wie immer ergibt sich die Qualität nicht nur daraus, sondern vor allem aus dem Inhalt und den Charakteren. Bergmann setzt sich anhand seiner Hauptfigur und dessen Umfeld unter anderem damit auseinander, wie unser Leben von äusseren Zwängen und Menschen bestimmt wird, ob diese Art Leben überhaupt Leben sei und wie man aus dieser Bestimmung ausbrechen kann. Daran geht Peter zu Grunde.
Dabei erklärt Bergmann, teils durch die Struktur des Films diktiert, mehr, als er es für gewöhnlich tut, aber das schadet dem Film unterm Strich nicht, sondern macht ihn insgesamt einfacher greifbar.
Zusätzlich geht Bergmann dabei auch auf viele andere seiner klassischen Leitmotive ein. Aber gerade das zentrale Thema macht den Film sehr interessant und zeigt, wie die Psyche eines Mannes daran zerbricht und sich das in toxischem Ausmaß äußern kann.
Kurzum:
Nicht Bergmanns subtilstes Werk, dennoch provokativ und interessant.