Piraten bringen einen Mönch auf eine verlassene Insel, wo es angeblich einen Schatz geben soll. Doch der Mönch rückt nicht damit heraus, wo der liegt, sondern holt seine Kampfmönche zu Hilfe, die sich mit den Piraten eine Auseinandersetzung liefern. Noch nie war es einfacher, die Handlung locker in zwei Sätzen abzuhandeln, denn mehr passiert hier nicht. Hat man die Anfangsszenen mit dem Museumsschiff (lustig mit dem Springbrunnen im Hintergrund) und den Haien aus dem Aquarium überwunden, findet sich die Meute auf einer vermeintlichen Insel ein und rennt von nun an ziellos durch den Wald. Normalerweise schalten spätestens jetzt (also nach 5 min) selbst Unerschrockene, die nicht einmal Andreas Schnaas' letzten Dreck scheuen, ab. Gefühlte drei Stunden lang rennen die Bekloppten sich jagend durch die Gegend, ständig dabei "Aaaaaaaaahhh" schreiend, au Backe. Dabei täuschen sie stümperhaft ihre Kämpfe vor, doch wo bleibt das verdammte Massaker ? Meist gibt es nichts zu sehen, da entweder die Kamera nichts preisgibt, oder die Wunden von Pfeilen und Einschüssen nicht vorhanden sind. Im Vergleich zu den billigen Splatterversuchen sieht jeder Unfall mit einer Currywurst goriger aus, zur Not wird die rote Suppe einfach aus dem Off in die Szene gespritzt. Die Ausstattung ist halt so, wie es nun mal aussieht, wenn die Dorfjugend ihre Faschingskostüme herausholt und im Wald fangen spielt. Immerhin scheint das so eine Art Treffen der Generationen zu sein, wenn der menschenfressende Dreikäsehoch als Kampfmönch auf den Piratenopi mit dem Hackebeil trifft. Mit Schauspielerei hat das alles gar nichts zu tun, wenn die Schergen vor der Kamera mit aller Vehemenz ihre Nichtsnutzigkeit präsentieren. Zu allem Überfluss versuchen in der zweiten Hälfte vermehrt einige der Deppen witzig zu sein, während der Hals des Betrachters immer dicker wird. Praktisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Dialoge keine Billigsynchro brauchen, da das Geleier so genial unterirdisch klingt, dass es kaum zu toppen ist. Buch, Schnitt und Regie sind von Jochen Taubert, der damit sicher ein geruhsames Wochenende verbrachte. Unzählige Anschlußfehler und sinnlose Einstellungen geben sich ebenfalls die Ehre. Selbst für Liebhaber von Amateurfilmen: Der Unterhaltungswert und die Substanz ist in etwa so hoch, wie ein Jess Franco-Film, wenn er rückwärts abläuft. Schatzinsel haben wir ja alle mal gespielt, aber muss man denn gleich die Kamera dafür zücken? Aber um nicht alles miesmachen zu wollen: der Silberling eignet sich hervorragend, um damit Zielwerfen in das DVD-Laufwerk zu üben.
Wer ist der größte Stümper im ganzen Land ? Jochen Taubert mit seinem vorliegenden Machwerk. Ohne feilschen verdiente 0,5/10 Punkten