Yeah, Walerian Borowczyk rockt!
Nachdem ich den ordentlichen "La Bête" des exilierten Polen gesehen habe, bin auf das restliche Werk aufmerksam geworden. Contes immoraux sollte in der Folgezeit mein zweiter Borowczyk sein und erneut ließ mich einer seiner Filme mit einem faszinierten Eindruck zurück.
Es werden vier Geschichten erzählt, die zeitlich in verschiedenen Jahrhunderten angesiedelt sind. Offensichtliche Verbindungen gibt es keine, außer der übergreifenden, provokanten Erotik.
Die erste, die dritte und die vierte Episoden haben mir am besten gefallen, wobei die vierte mein Favorit darstellt; denn wo bekommt man sonst noch inzestuöse Verhältnisse zu sehen, die den Papst involvieren?
Allgemein ist die christliche Symbolik omnipräsent in "Contes immoraux", so auch in der zweiten Episode, wo sich eine fromme junge Frau mit Gemüse befriedigt. Trotz des verlockenden Themas stellt diese Episode den Schwachpunkt des Films dar.
Ja, Ja in den 70ern hatte man es noch drauf zu schockieren... .
Was die meisten Leute der Internetgeneration heute als langweilig empfinden würden, war damals unglaublich skandalös.
Eine Frau, die im Blut badet, ein kopulierender Papst; ist doch alles heutzutage nicht mehr so schlimm, oder?