Regisseur Luke Massey, hat mit "Warhouse" bzw. "Armistice"( so der Originaltitel) einen Horrorthriller geschaffen, der wirklich der blanke Horror ist... hart und erbarmungslos, wird der Zuschauer dem schlimmsten Grauen ausgesetzt, das sich ein Fan solch artiger Filme nur vorstellen kann... nähmlich gähnender langweile...
Story:
Marine A.J. Butt (Joseph Morgan) wacht in einem fremden Bett auf. Die Uniform angelegt, begibt er sich auf Erkundungstour durch das Haus, die Türen und Fenster sind fest verschlossen. Als er in die Küche gelangt und einen gedeckten Frühstückstisch vorfindet, will er erst mal einen Happen essen, doch sein vorhaben wird je gestört... denn als der Zeiger der Uhr auf die 12 schlägt, wird er von einem Dämon attackiert... Wo kommt das Monster her? Warum sind alle Türen und Fenster verschloßen? Wie ist er hier hereingelangt? Fragen über Fragen, die sich A.J jeden Tag stellen muss... denn der Tag beginnt immer wieder von vorne.... Er befindet sich in einer Endlosschleife und der Ausweg scheint nicht in Sicht zu sein....
Wenn man den reißerischen Titel " Warhouse" auf der DVD bzw. Blu-ray Schachtel ließt, könnte man meinen man bekommt es bei Luke Massey´s Regiedebüt mit einem waschechten Actioner zu tun. Doch weit gefehlt der Originaltitel "Armistice" bedeutet auf deutsch soviel wie Waffenruhe... hier wird dem geneigten Käufer also mal wieder schön eins vor den Bug gelogen und man fragt sich warum hier mal wieder umgedichtet werden musste, denn im vorliegenden Fall ergibt der Originaltitel doch deutlich mehr Sinn.
Der Film den man sehr klar als Kammerspiel deklarieren kann und mit einem Budget von 250000 Pfund realisiert wurde, bietet nähmlich reichlich wenig Action und befasst sich eher mit den bereits erwähnten Fragen und mit der Entwicklung des Hauptdarstellers.
Leider muss man sagen das dieser Umstand den Film sehr zäh macht und ich schon nach wenigen Minuten auf die bereits abgelaufene Spieldauer schaute und mir gedacht habe, wow erst 20 Minuten rum....
Die Kampfszenen mit dem Monsterwesen sind viel zu unspektakulär, teilweise viel zu hektisch geschnitten und auch wenig brutal so das der Genrefan diesen Auseinandersetzungen wirklich kaum entgegenfiebern dürfte. Das Blut der Widersacher ist nicht rot , sondern grün und fließt auch nicht wirklich oft.
Zumindest ist das Make-up des Zombies ok ausgefallen.
Die Action in dem Film kann man also getrost vergessen.
Die Spannungskurve des ganzen Films zieht leider sehr langsam an. Zwar findet unser Protagonist immer wieder kleinere Hinweise, wie ein Tagebuch von einem ehemaligen "Gefangenen" doch eine Lösung seiner Probleme scheint stets in weiter ferne. Hier hätte man meiner Meinung nach doch deutlich mehr herausholen können, vorallem weil man nach einer gewissen Laufzeit wissen dürfte worauf das ganze dann doch rauslaufen wird.
Ein weiterer Minuspunkt ist Darsteller Joseph Morgan.
Einigen möglicherweise durch die Serie "Vampire Diaries" ein Begriff besitzt der Herr leider etwas zu wenig Talent und Charisma um den Film zu tragen. Die Entwicklung seines Charakters nimmt man ihm daher leider nur bedingt ab und die grottenschlechte deutsche Synchro unterstürzt sein Overacting leider nur noch.
Fazit:
Zäh, lahm und actionarm.
Leider kann man Luke Masseys Regiedebüt nur als Reinfall bezeichnen. Aus einer recht interessanten Grundidee wird leider viel zu wenig gemacht. Ein überforderter Hauprdarsteller, ein mieser Spannungsaufbau und keinerlei Atmosphäre haben den FIlm zu einer Zeitverschwenung von knapp 80 Minuten gemacht.
Für die Grundidee gibts nen extra Punkt so das ich dem ganzen dann doch noch zwei Pünktchen gebe.