Review

Shadow dancer (Kurz und schmerzlos Teil 1)

Der englische IRA-Thriller „Shodow Dancer" erinnert in seiner biederen Inszenierung, dem gemächlichem Tempo und flachen Spannungsbogen an deutsche TV-Krimikost am Sonntagabend. Wenigstens bleibt einem die dort obligatorische, verkrampfte Psychologisierung erspart.
Clive Owen als MI5-Agent und Andrea Riseborough als ein von ihm rekrutierter Spitzel mühen sich so redlich wie vergeblich ihren blassen Figuren Leben einzuhauchen. Empathieangebote sucht man weit und breit vergeblich, bei einem emotional dermaßen aufgeladenen Konflikt eine sehr befremdliche Herangehensweise. Das gleichermaßen überraschende wie brutale Ende wirkt unpassend und steht exemplarisch für die Ratlosigkeit des gesamten Plots.

Dem filmisch ohnehin reichlich ausgelutschten IRA-Thema können hier jedenfalls keine neuen Facetten abgerungen werden. Regisseur James March hat im Mittelteil der Red Riding-Trilogie („1980") die Abgründe britischer Zeitgeschichte deutlich düsterer und packender ausgelotet.

Fazit: Tatort in Irland. So spröde wie öde. So redundant wie uninteressant. Langweilig.

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