Review

Gealterter Einbrecher (Frank Langella) bekommt vom Sohnemann einen Pflegeroboter vorgesetzt und versucht diesen, nach anfänglicher Ablehnung, für sein altes „Hobby“ einzuspannen.

Angesiedelt in einer nahen Zukunft dreht sich der Film hauptsächlich um die Beziehung zwischen den beiden titelgebenden Figuren, doch bringt er auch einige Kritik an der sich immer weiter an die Technik und den bedingungslosen Fortschritt anbiedernde Welt mit ein. Da ist in einer Bücherei beispielsweise kein Platz mehr für gedruckte Werke; alles muss digitalisiert werden. Und so wandelt der von fortschreitender Demenz geplagte Frank wie ein Anachronismus durch die Welt, sich allein an dem festhaltend, was er am besten beherrscht. Inszeniert zwischen Wehmut und Komik ist Jack Schreier mit seinem ersten Spielfilm ein durchaus ansprechendes, aber auch loses Werk gelungen. Der Humor kommt leise, die schauspielerischen Leistungen sind durchweg positiv (mit Susan Sarandon als Support) und der Film vermag es durchaus, den Zuschauer zu rühren. Doch ist das letztlich zu vorsichtig und nicht so zwingend, wie es hätte sein können. Einige Punkte der Geschichte hätte ich gern stärker ausgearbeitet gesehen, wie z. B. die Auswirkung von Franks Krankheit, die in oftmals gleichen Situationen wiederholt wird.

Trotz allem bleibt „Robot & Frank“ ein schöner kleiner Film. Sehenswert, aber ohne Nachwirkung.

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