Der gigantische letzte Teil der A BETTER TOMORROW – Reihe erzählt (nanü!?) nicht etwa eine Weiterführung der bisherigen Story, SONDERN knöpft sich die Vorgeschichte vor. Und so sieht’s aus: Mark (Chow Yun Fat) fliegt 1974 nach Vietnam, um seinen Cousin Mun (Tony Leung) sowie dessen Vater zu besuchen. Dabei geraten sie in die Wirren des Krieges und beschließen mit Hilfe einer zunächst unbekannten Schönheit namens Kit (Anita Mui) nach Hongkong überzusiedeln. Kit jedoch, die sich in Mark verliebt, gleichzeitig jedoch auch von Mun angebaggert wird, ist die Geliebte eines Gangsterbosses, der zur Zeit im Ausland tätig ist. In Hongkong eingetroffen erleben die drei jedoch alsbald die gesammelte Härte der Großstadt, da Kit’s Geliebter, der mit ihr selbst (sie mußte zunächst in Vietnam zurückbleiben) einen Anschlag auf die Werkstadt der drei verübt, was letztendlich dazu führt, daß Mun’s Vater stirbt. Gleichzeitig wird den beiden mehr oder weniger freundlich „nahegelegt“, Hongkong zu verlassen. Auch die Tatsache, daß Kit nach Klarstellung ihrer Verhältnisse (Mark ja, Mun nein) die Stadt verläßt (nicht ohne Mark zuvor den berühmt- berüchtigten Mantel zu schenken), veranlaßt die beiden letztendlich zurückzukehren. Dort angekommen finden sie nicht nur den aufgenommenen Ziehsohn von Mun’s Vater wieder, sondern auch alte Verhältnisse und Feinde, die sie letztendlich wiederum zur Ausreise veranlassen. Diese verläuft allerdings relativ fluchtartig (auch noch dazu gleichzeitig mit den letzten Atemzügen des Krieges); hinzu kommt noch, daß Kit, die von den beiden aufgespürt worden ist, in den Armen von Mark stirbt. Die vorliegende ungeschnittene Fassung mag zwar insgesamt nicht so einen hohen Anteil an Blut (denn darauf schauen wir ja als erstes –HÄ, HÄ) wie die beiden Vorgänger (Nachzügler; je nachdem wie man es sieht) besitzen, DAFÜR ist der vorliegende Handlungsbogen mit Abstand der beste, der mir im Heroic Bloodshed- Genre jemals untergekommen ist (vielleicht reicht HARD BOILED 2 gerade noch heran). Ein echter Knaller. Auch schauspielerisch bekommen wir allerfeinste Kost geboten, da sowohl Chow Yun Fat (ist ja auch n‘ Heroic Bloodshed) als auch Anita Mui sowie Tony Leung auf ganzer Linie überzeugen können. Ach übrigens: Was krasse Schießorgien betrifft, so können Liebhaber derselben absolut beruhigt sein: Besonders zum Ende hin knallt’s ganz gewaltig (nur halt ohne viel Blutzufuhr), Gebäude fliegen massenhaft in die Luft...und...JA, Chow Yun Fat spielt auch wieder mit zwei Knarren. Es ist doch wieder einmal ganz erstaunlich, wie sehr die einzelnen Teile der Trilogie sich ergänzen. Teil III trägt hier mit seiner ausladenden Story (mitsamt dem gewaltigen Backround) dazu bei. Sicherlich einer der besten Heroic Bloodsheds aller Zeiten und noch dazu eines der absoluten Meisterwerke von Spitzenregisseur Tsui Hark.