Man könnte " Killing Dog " fast als einen Nachklapp zu " Watchers " beschreiben, denn die Story ist auch teil schwer dort abgekupfert. Leider erreicht man auch hier nicht die Qualität des Orginals.
Regie führt hier John Lafia, welcher schon zuvor bei " Chucky 2 " Regie führte und somit auf sich aufmerksam machte. Dass er ein guter Regisseur ist beweist er auch hier, nur bei " Chucky 2 " bewies er mehr Professionalität.
Killing Dog ist ein sehr unbekannter kleiner Horrorfilm, man könnte fast sagen, ein B-Movie. Er lief auch bis jetzt sehr selten im Free oder im Pay TV und ist auch nur bei der Billig DVD marke One World Entertainment erschienen.
Aber es ist kein schlechter Film, bei Weitem nicht, aber Tierschützer sollten ihn sich nicht zu Gemüte führen.
Reporterin Lori ( Ally Sheedy ) ist einer heißen Story auf der Spur. Als ihre Informantin am Treffpunkt nicht auftaucht, betritt sie in Eigenregie den Gebäudekomplex von E-max. Dort sieht und filmt sie mit welcher Grausamkeit die Tiere dort gehalten werden. Als sie entdeckt wird, befreit sie den Hund Max aus seinem Käfig. Dieser ist fortan ihr treuer Begleiter und außerdem ist er sehr klug. Nur Dr. Jarret ( Lance Henriksen ) weiss das Geheimnis um Max. Denn dieser ist eine tickende Zeitbombe und ermordet Jeden, von dem er sich bedroht fühlt. Nur Lori ahnt noch nichts von dem Unheil.
Auch hier entkommt der Hund wieder aus einem Forschungslabor. Seine Gene wurden mit verschiedenen anderen Tierarten gemixt. So ist er klüger als jedes andere Tier, kann klettern wie eine Katze, ist sehr wiederstandsfähig und kann sich sogar wie ein Chamäleon seiner Umwelt anpassen. Außerdem ist er extrem eifersüchtig und macht Loris Mann die Hölle heiß. Der Hund ist also eine absolute Kampfmaschine. Zu übertrieben finde ich, als Max sich unsichtbar macht wie ein Chamäleon, das hätte man zumindest mal weg lassen können. Ansonsten sind die Hundeszenen wirklich toll gelungen und der wahre beste Schauspieler des Films, ist eigentlich der Hund, welcher im realen Leben wirklich eine tolle Dressur gehabt haben muss.
Leider kommt " Killing Dog " nie so richtig in Fahrt, außer in der letzten Viertelstunde. Erstens passiert einfach zu wenig, zweitens nicht blutig genug, drittens ist kaum Spannung vorhanden. Dafür aber ein hübscher Schuss Ironie. Vor allem die Aktion als der Kater von Max gefressen wird ist derbe. Oder ein Papagei bekommt andauernd neue Schimpfwörter beigebracht. Und auch sonst sind ein paar nette Onliner dabei.
Nur die Goreeffekte kommen viel zu kurz, eigentlich gibt es gar keine. Bei einer heutigen Neuprüfung würde der Film ohne Probleme eine FSK 16 Freigabe erhalten. Der Mord wird immer nur angedeutet, hier und da sieht man mal eine blutige Bisswunde oder etwas Blut spritzen, aber das war es auch schon. Wer hier Gore erwartet, wird masslos enttäuscht werden. Dabei hätten ein paar richtig blutige Effekte dem Film mehr Pepp gegeben.
Das Finale ist dann aber wirklich rasant und spannend zugleich. Denn Max ist durchgedreht und sieht schon richtig verunstaltet schön. Nun geht er sogar auf Lori los.
Man weiss aber immer gleich, dass solche Filme einfach gut ausgehen, aber auch am Schluss immer etwas übrig bleibt, so auch hier.
Die Story spielt mal wieder in einem kleineren Nest irgendwo in den USA. Man erlebt die übliche Kleinstadtidylle und Max holt sich nach und nach seine Opfer. Die Atmosphäre wird erst zum Schluss etwas intensiver, vorher ist kaum Grusel garantiert, außer vielleicht für Angsthasen.
Der Score von Joel Goldsmith ist richtig toll und vielseitig geworden, vor allem der Titelsong hat einen tollen Klang.
Ally Sheedy als Lori mit kurzen Haaren agiert sehr glaubwürdig. Sie spielt die karrieregeile Reporterin, welche sogar abends im Bett noch arbeiten will sehr gut.
Lance Henriksen darf hier mal wieder einen Bösen spielen. Nämlich Dr. Jarret, welcher hier grausame Versuche mit den Tieren durchführt. Außerdem ist ihm jedes Mittel recht um seinen Hund zurückzubekommen. Die Rolle des Fieslings steht ihm einfach ins Gesicht geschrieben und er überzeugt auch hier wieder.
Moppel Robert Costanzo mimt den sehr langsamen Sheriff, welcher immerhin ein paar nette Sprüche von sich gibt.
Fazit:
Killing Dog ist keine Enttäuschung, aber ich bevorzuge ganz klar " Watchers ". Es fehlt hier einfach an Tempo, Spannung und Blut. Die Story an sich ist solide, aber zu langsam erzählt. Dafür sind die Hundeszenen echt stark und später mit seiner deformierten Schnauze sieht Max wirklich gruselig aus. Auf das Finale kann man sich hier freuen, denn Dieses ist sehr rasant. der Score ist richtig toll geworden, während Atmosphäre mittelmäßig ist. Dafür sind einige ironische Anspielungen wirklich klasse.
Eigentlich muss man diesen Film nicht gesehen haben und wenn dann reicht einmal aus. Aber es ist auch keine Zeitverschwendung. Ich sag mal so, man hätte mehr daraus machen können.