Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen DVD-Fassung vom Label ONE WORLD ENTERTAINMENT!
"Hunde, die laut bellen, beißen nicht"...
...besagt zumindest ein bekanntes Sprichwort, das auf John Lafias Tierhorror-Schocker nicht zutrifft, denn Hund Max entpuppt sich als blutrünstige, genmanipulierte Kreuzung verschiedenster Tierarten mit mörderischen Eigenschaften und teuflischer Intelligenz.
Unter den unzähligen Produktionen des Genre ist die "Cujo"-Variante eine der besten und spannendsten Produktionen, die mit bissigem Humor, einem bissigen Vierbeiner und einem feurigen Finale aufwartet.
Ganz abgesehen vom Einfallsreichtum des Regisseurs und Drehbuchautoren John Lafia, der dem sehr gut dressierten Vierbeiner einige unvergessliche Momente auf den haarigen Leib geschrieben hat: angefangen von Max´ Schäferstündchen mit einem Collie über die fachgerechte Entsorgung eines von ihm getöteten Briefträgers bis hin zur Enttarnung eines gegen ihn geschmiedeten Mordanschlags bietet der Film dem Zuschauer eine Menge kurioser Szenen, die "Man´s Best Friend" vom herkömmlichen Tierhorrorfilm stark unterscheiden.
Max ist perfekt in seiner vielschichtigen Rolle und überzeugt als herzensguter, treublickender Freund des Menschen, der sich kurzerhand in eine blutrünstige Bestie verwandelt.
Der Film ist sowohl in den Haupt- als auch in den Nebenrollen sehr gut besetzt, vor allem Lance Henriksen überzeugt in der Rolle des zwielichtigen, besessenen Wissenschaftlers.
"Man´s Best Friend" ist von Anfang an sehr spannend und die Handlung wird mit viel Gespür für Humor und Tempo erzählt. Der überwiegend positive Gesamteindruck des Films wird durch eine perfekte Kameraarbeit von Mark Irwin und dem genialen Soundtrack von Joel Goldsmith verstärkt.
Von einigen Unwahrscheinlichkeiten einmal abgesehen, ist dieser Tierhorror wirklich gelungen und bietet kurzweilige Unterhaltung - nicht nur für Hundehasser zu empfehlen!
8 von 10 Punkte!