Die Reporterin Lori Tanner, welche eine Reportage über Tierversuche dreht, bricht in ein Versuchslabor ein, um dort Material zu filmen. Dabei entgeht ihr nicht ein schöner Hund, an welchem sie keine Wunden oder ähnliches feststellen konnte, nachdem sie ihn aus dem Käfig befreite. Zusammen mit ihm will sie gefilmt werden, doch dann taucht plötzlich ein Sicherheitsmann auf und so flüchtet Lori, ebenso der Hund. Sie nimmt den Hund zu sich mit nach Hause und tauft ihn Max, doch was Lori nicht weiß: Max wurde genetisch verändert, zu Beginn mag er noch gehorsam erscheinen, doch bald zeigt die intelligente Killerbestie ihr wahres Gesicht.
Des Menschen bester Freund ist laut Volksmund ja der Hund, was hier allerdings als nicht gerade glückliche Mischung aus Cujo und Lassie kehrt nach Hause präsentiert. Hier wird Hund Max in einem Versuchslabor mit einem Potpourri von DNA Zusätzen zu einer Art Best-of-Tierwelt gekreuzt, kann von nun an Säure schiffen, Mimikri beherrschen, bärige Kräfte entwickeln, hat Superintelligenz und kann sogar senkrecht die Bäume hochkraxeln, was sogar eine Katze mittels Ganzkörperverschlingung schmerzlich erfahren muß.
Die Story hat dabei allerdings eine strenge Zweiteilung. Nach der Rettung aus dem Labor darf der gute Max nämlich erstmal lange Zeit Schoßhündchen spielen. Das Ganze hat dabei durchaus das Niveau von ein Hund namens Beethoven und die Horrorfans wundern sich warum das Tier gar possierlich die "Wauwi hat neues zuhause gefunden und Frauchen ganz doll lieb" Routine durchleben darf. Ach wie drollig wenn der Partner und der Zeitungsjunge aus Eifersucht angebeltt werden oder Max dem Mechaniker den richtigen Schraubenschlüssel reicht. Ganz dolles Comedy Kino, naja, eher nicht.
Zur Halbzeit sollte man dann aber besser die Kinder ins Bett schicken, denn da steigt zumindest die Spannungskurve. Die neuen Supergene haben nämlich auch den Negativeffekt, das innerhalb von einem Tag das Aggressionspotential steigt, was dann auch bald die ersten Nebenfiguren zu spüren bekommen. Wirklich hart wird es aber nicht dabei, wie die 18er Freigabe vermuten läßt.
Ein Lob erstmal an den Hund bzw. seinem Tiertrainer. Anfangs noch der brave Waldi, später der on einem Schweißbrenner im Gesicht verunstaltete Bluthund, das wirkt alles sehr glaubwürdig. Die Story leidet allerdings ein wenig unter der Unausgegorenheit zwischen fast Kinder- und Horrorfilm. Natürlich verstehen wir auch die Message das Tierversuche doll böse sind und nicht das Tier von Grund auf böse ist, sondern nur durch Einwirkung des Menschen, sonst bleibt aber nur ein eher durchschnittlicher Tierhorror TV Reißer.
5/10