Inhalt:
Fernsehjournalistin Lori Tanner (Ally Sheedy) will bei ihrem neuesten Projekt über Tierversuche berichten und verschafft sich deswegen mit ihrer Assistentin Zugang zu der EMAX Forschungseinrichtung in der Tiere für Experimente verwendet werden sollen.
Schon bald wird Lori fündig und stößt auf zahlreiche Käfige mit Versuchstieren in einem von ihnen findet sie den tibetanischen Mastiff Max.
Da ihr Eindringen in das Labor aber bemerkt wurde muss sie fliehen befreit aber noch Max der sie noch am gleichen Abend vor einem Straßenräuber schützt und sogar ihre Handtasche wiederbringt was dazu führt das er unserer Heldin noch mehr ans Herz wächst.
Als Loris Freund Perry (Fredric Lehne) nach Hause kommt macht er sogleich Bekanntschaft mit Max, den Lori kurzerhand bei ihnen einquartiert hat, was ihn aber nicht gerade zu Freudensprüngen animiert (Perry nicht Max).
Mittlerweile untersucht die Polizei den Einbruch bei EMAX und Dr. Jarret (Lance Henriksen) versucht den Beamten Frankie Kovacs (Robert Constanzo) und Emilio Bendetti (John Cassini) klarzumachen das Max schnellstmöglich eingefangen werden muss.
Denn Max ist das Ergebnis von Jarrets Forschung den perfekten Wachhund zu schaffen.
Dafür wurden ihm die genetischen Eigenschaften verschiedener Tiere übertragen und seine Intelligenz gesteigert.
Dummerweise benötigt Max regelmäßig Medikamente um seine Aggressionen unter Kontrolle zu halten die Loris neuer vierbeiniger Gefährte ja nun nicht mehr verabreicht bekommt was für einige von Loris Mitmenschen (und die Nachbarskatze) tödliche Folgen hat... .
Meinung:
Regie bei diesen Horrorfilm von 1993 führte John Lafia (Chucky 2) und ursprünglich war der Film als eine Art "Terminator" geplant und hätte ein Budget von 70 Millionen Dollar benötigt.
Folgerichtig zeigt das Cover der DVD bzw. VHS den Hund dann auch zum Teil als Roboter was aber nur kurz irritiert da Max auch in Fleisch und Blut alles andere als harmlos ist (in Bezug auf mordgierigen Roboterhund empfehle ich Brian Yuznas Rottweiler).
So verfolgt Max in einer Szene eine Katze bis auf einen Baum hinauf um sie sofort zu fressen und dank der genetischen Experimente pinkelt er säureartigen Urin (was besonders üble Folgen für Perry hat).
Leider gibt es einen Punkt bei Lafias Film der besonders negativ auffällt und das ist der Soundtrack.
Bei Szenen die eigentlich bedrohlich wirken trägt die Musik überhaupt nicht zur Stimmung bei und würde eher in eine Komödie passen.
Auch übertreibt der Film ein bisschen bei Max Fähigkeiten:
So hat er die Fähigkeit sich wie ein Chamäleon seiner Umgebung anzupassen um sich zwei Hundefänger (die ebenfalls besser in einer Komödie aufgehoben wären) vom Leib zu halten.
Zu den positiven Punkten des Films gehört besonders Lance Henriksen (Pumpkinhead, Alpträume) als Dr. Jarret.
Erfrischenderweise spielt Henriksen seinen Charakter durchaus sympathisch:
Jarret nimmt zwar Experimente an Tieren vor dies aber für einen durchaus guten Zweck.
Zudem versucht er von Anfang an den Behörden klarzumachen welche Gefahr vom Max ausgeht was ihn durchaus vom Charakter des typischen "mad scientist" unterscheidet der seine Kreationen für Böses verwenden oder schlicht und einfach die Existez des Monsters verheimlichen will.
Eine der besten Szenen des Filmes ist dann auch die wo Max von der Polizei gejagt wird (nur um bis zum Finale erfolgreich zu entkommen).
Für die Rolle des Max standen 5 verschiedene Tiere zur Verfügung und der Rest der Hundeszenen wurde mit Spezialeffekten (12 künstliche Köpfe und fünfzehn Hundekörper) inszeniert.
Zunächst wollten die Macher einen Schäferhund, einen Dobermann oder einen Rottweiler verwenden, entschieden sich aber dann für einen tibetanischen Mastiff, da diese Hundeart die richtige Größe hat aber auch nicht zu sehr bedrohlich aussieht.
Ursprünglich sollte es noch eine Transformation geben wenn die Medikamente die Max bekommen hat u. a. seine Muskeln anschwellen lassen und er zum Schluss dann eher wie ein Wolf aussieht was sich dann doch nicht verwirklichen ließ.
Man´s Best Friend würde sich durchaus für ein Remake eignen, da die Idee an sich durchaus Potential hat.
Die dt. DVD hat eine sehr gute Synchronisation sowie eine FSK 18 aber eine FSK 16 hätte hier vollkommen gereicht.
Fazit:
Kein Meisterwerk aber ein unterhaltsamer 90-er Jahre Horrorfilm für ein kurzweiliges Filmvergnügen.
(5/10)