Journalistin Lori Tanner (Ally Sheedy) schleicht sich mit ihrer Kamerafrau (Trula M. Marcus) ins dubiose Genetik-Institut EMAX, um die dort stattfindenden Tierversuche in einer großen Reportage aufzudecken. Bei ihrer überstürzten Flucht entkommt auch der Laborhund Max 3000, den sie, als er sie vor einem Räuber beschützt, mit zu sich nach Hause nimmt, sehr zum Missfallen ihres Freundes Perry (Fredric Lehne). Was Lori jedoch nicht weiß... Der genetisch hochgezüchtete & mit Raubtier- & Reptilien-DNA aufgemotzte Köter ist eine tickende Zeitbombe. Oder wie es sein "Herrchen" Dr. Jarret (Lance Henriksen) formuliert: "We're not talking ’man's best friend’ here."
Ein passabler Tierhorror-Reißer von Chucky-2-Regisseur John Lafia, der die krude Story recht straight & kurzweilig über die knapp neunzigminütige Runde bringt. Sheedy & Henriksen sind gut, aber der Star ist eindeutig Max, ein "Tibetan Mastiff", der (bzw. die; es kamen fünf Hunde zum Einsatz) ganz großartig spielt & manchmal, in Kombination mit Kevin Yaghers toller Effektarbeit, richtig furchteinflößend ist.
Der stattliche & intelligente Kläffer killt einen schimpfenden Papagei & verschlingt eine lästige Katze (in einem Happen!), er pisst Säure, kann sich tarnen, klettert Bäume & Wände hoch, knabbert Bremsleitungen durch & teufelt wie ein vierbeiniger Terminator hinter einem Auto her. Die Attacken (gegen Füße, Weichteile & Kehlen) sind kurz (aber heftig) & glaubhaft in Szene gesetzt. Effektiv eingesetztes Dog-POV, ein toller Auto-Crash, ein befriedigender Showdown & ein paar bekannte Nasen aus der dritten Reihe (wie Robert Costanzo, John Cassini oder William Sanderson) in Nebenrollen runden den leicht verdaulichen Hunde-Horror-Happen ab.
6,5/10