Inhalt (englische Fassung):
China im 13. Jahrhundert. Der Khan der Jin, der skrupellose und brutale Wan Yen Liang (Paul Chang Chung) kollaboriert im Norden des Landes mit den Mongolen, die mit einer gewaltigen Armee jenseits der großen Mauer zu einer Invasion bereit stehen!
Wan, im Geiste gestört, verheert das Land..., tötet viele Unschuldige, mordet und schändet willkürlich und grausam.
Der Schwertkämpfer Li Mu Bai (Jimmy Wang Yu) ist auf dem Weg nach Norden, nach Jiangnan, um seinem Onkel Yu beizustehen. Yu steht einigen, wenigen Männern vor, die den Jin die Stirn bieten wollen..., sie wollen die originär han-chinesische Song-Dynastie des Südens stützen!
Auf seinem Weg hilft Li Mu Bai der schönen Chang Qing (Helen Ma), die von mehreren Männern auf ihrem Weg nach Süden bedrängt wird.
Was Li nicht weiß, Chang Qing ist die Schwester von Wan Yen Liang, die Männer indes gehören seinem Onkel Yu an!
Li erreicht seinen Onkel in Jiangnan..., es kommt zu etlichen Kämpfen und Scharmützeln mit den Jin.
Und Li gerät in die Gefangenschaft der Jin..., wird aber von Chang Qing befreit! Li Mu Bai und Chang Qing..., sie hegen zarte Gefühle zueinander...!
Wan lässt die Mutter (Kwan Ngai) von Li festnehmen..., um dadurch Li in die Hand zu bekommen!
Es muss zwischen den Song-Kämpfern und den Jin zur alles entscheidenden Schlacht, zwischen Li Mu Bai und Wan Yen Liang zum Duell auf Leben oder Tod kommen.........
Fazit:
Meine kleine Wang Yu-Retrospektive geht weiter.....
Im Jahre 1972 entwarf Regisseur Lo Chen (aka Lo Yun) für das Studio "Hwa Tai Film Company" auf Taiwan diesen soliden, spannenden Eastern-Actioner mit SuperStar Wang Yu in der Hauptrolle.
Die Geschichte, flüssig-schlüssig und routiniert umgesetzt, ist zwar relativ einfach gehalten..., aber mit einer überraschend üppigen Ausstattung indoor, sowie mit einer die pittoreske Landschaft Taiwan´s mit einbindenden Atmosphäre outdoor, gelingt es Lo Chen gar, seinem Streifen einen episch-opulenten Anstrich zu verpassen!
Die Kostüme tun dazu ein übriges..., sowie viele rasante Fights, ein hoher Bodycount, etwas Herzschmerz und dramatische Selbstaufopferungen.
Lo packt denn viel in seinen Streifen rein, der mit 88 Minuten aber auch nicht zu lang geriet, und kaum Langeweile zuließ!
So wird denn der Fan des Eastern-Genres gut unterhalten, hält man dem Film sein Baujahr zugute.
Das Tempo ist hoch, die Sterbe-Rate eh, die Atmosphäre stimmt, und die Regie versucht durchaus gekonnt, die richtige Mischung hinzukriegen und den Film ins Ziel, in ein dramatisches Finale zu bringen!
Wang Yu sehen die Eastern-Fans hier in typischer Rollen-Ausübung. Wang Yu, zwar edel in weiß gewandet..., aber natürlich wieder der letztendlich einsame, knallharte Fighter, die Kampf-Sau.
Mit wieder müdem Blick..., aber stets zum Äußersten bereit, das eigene Leben zählt wenig..., und selbst schwer verletzt wird exzessiv weiter gefightet. Typisch Wang Yu, so wollen die Fans ihn erleben.
Paul Chang Chung agiert als skrupellos-brutaler Villain, der willkürlich mordet und die Frauen schändet und reihenweise erschlägt.
Seine Figur ist geistig krank..., ein Anführer der wahnhaft für eine fremde Macht den Weg ebnen soll, die eigene Macht aber dabei ausbauen will. Eben ein durch und durch perfider, blutrünstig-sadistischer Typ..., von Chang Chung überzeugend verkörpert!
Dessen Schwester -im Film-, aber letztendlich an der Seite des Helden Wang Yu, wird von Helen Ma gespielt. Und ihre Rolle ist denn besonders. Sie ist zwar eine Jin, erkennt aber, dass ihr Bruder durch und durch schlecht ist..., und hegt Gefühle zu Wang Yu, der offiziell eigentlich ihr Feind ist.
Das sorgt denn für die dramatische Entwicklung, die im Finale denn ihren Höhepunkt findet.
Die anderen sind drumrum gebaut, Ma Kei als Wang Yu´s loyaler Freund, Sit Hon wird von Wang Yu aus misslicher Lage raus gehauen, O Yau Man -der oftmals im Eastern einen Shaolin-Abt gab- ist ein Scherge des Bösewichts, und Shan Mao und Lung Fei sind ebenfalls mit dabei, irgendwie unzertrennlich die beiden.
Wichtigstes ist natürlich die Schwert- und KungFu-Action! Immer wieder durchziehen diesen Eastern temporeiche, kernige Fights, flüssig choreographiert, oft einer gegen viele.
Das sorgt für den entsprechenden Drive und einen hohen Bodycount..., Wang Yu prügelt sich durch diesen Streifen.
Schwert- und Hand-to-hand-Action sind gut durchmischt, für das Baujahr war das mehr als passables Martial-Arts.
Und das Finale ist blutig..., entsprechend dem dramatischen Schluss-Akt dieser Schwert-Oper.
"The invincible" ("In der Gewalt des roten Drachen"), aufgrund des epischen Anstrichs doch etwas mehr als ein typischer Wang Yu-Eastern in dieser Zeit seines darstellerischen Schaffens.
Ein solider, unterhaltsamer Beitrag zum Eastern-Genre..., passable 7/10 Punkte sind hier meinerseits zu vergeben.