Detective Sergeant Rick Hunter und seine Kollegin Dee Dee McCall kämpfen in Los Angeles gegen kriminelle Machenschaften. Sie arbeiten oft "undercover", um nah genug an die Verbrecher heranzukommen. Beide Cops sind im L.A. Police Department nicht sehr beliebt, zusammen bilden sie jedoch ein erfolgreiches Team.
Hunter ist mal wieder eine hübsche 80er Serie von Stephen J. Cannell, der solche Formate zu der Zeit ja sprichwörtlich aus dem Ärmel schüttelte (die bekannteste dürfte ja das A-Team sein). Zentrum der Cop Serie bilden die beiden Detective Sergeant Hunter und McCall, ein gut aufeinander eingespieltes und befreundets Team, beim Morddezernat von LA (also Arbeitskollegen eines gewissen Columbo, ein Gastauftritt Falks wäre ein echter Brüller gewesen). So richtig prickelnd waren allerdings die ersten Staffeln. Hier durfte Hunter noch den Dirty Harry raushängen lassen und die Fragen nach dem finalen Rettungsschuß stellen.
Später wurde die Handlung immer softer, Stephanie Kramer stieg als Partnerin McCall aus, was nicht nur ein Abstieg des Schnuckeligkeitsfaktors zur Folge hatte, sondern durch die ständigen Wechsel in der Besetzung (auch der Captain wurde mehrmals umbesetzt) auch einen starken Identitätsverlust. Bis dahin gab es ordentlich Shootouts und Autoverfolgungsjagden, Polizeivorschriften wurden ausgehebelt und ignoriert und Fred Dryer macht als ehemaliger Footballspieler sowieso eine taffe Figur, mit einer starken Partnerin. Auf einen gewissen Realismus wurde auch wert gelegt, aber leider versandete das Konzept in den späteren Jahren.
Ich fands auch erfreulich, das die Serie nicht auf Teufel komm raus noch versucht eine Liebesgeschichte der beiden einzufiedeln, dicke Freunde ok, aber keine Lover. Die Serie wurde sogar versucht 2003 mit den Originalschauspielern wiederzubeleben allerdings ohne jeden Erfolg. So bleiben hauptsächlich die Jahre 1984 bis 1991 mit über 150 Folgen durchaus erfolgreich. Nicht gerade Miami Vice, aber ganz interessant.
6/10