Review

"Air Borne - Flügel aus Stahl" hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Auf der Habenseite kann der anspruchslos bleibende Drogenkartell-Actionfilm aus der Feder von David Green seine spektakulären, in der Wüste Arizonas gedrehten Hubschraubersequenzen (handlungsseitig ist der Streifen in Südamerika angesiedelt) und mit Nicolas Cage bzw. Tommy Lee Jones zwei klanghafte Hollywoodnamen verbuchen. Auch zwei von Phil Collings beigesteuerte Songs seien erwähnt.
Das wars aber dann auch schon mit den positiven Aspekten. Nur allzu schnell hat man hier bereits mit dem heroisierenden Intro den Eindruck, einem Werbefilm fürs US-Militär beizuwohnen. Genau so soll es im Folgenden kommen: Feinsäuberlich im Sonnenuntergang aufgereihte Apaches, hartes aber erfolgreiches Training und die Vernichtung des weitgehend anonym bleibenden Feindes. Obligatorisch hierbei natürlich eine kleine Liebesgeschichte, die jedoch keiner weiteren Erwähnung würdig ist. Überraschungen gibts keine.
Kritische Töne oder Reflexionen fehlen selbstverständlich ebenso vollkommen. Stattdessen gibts bisweilen penetrant coole Sprüche, schnell am Rande gezeigten Heldentot, ein Happy-End und natürlich den unerschütterlichen Mustersoldaten Nic Cage. Nicht zuletzt drehbuchbedingt können aber weder Cage noch Tommy Lee Jones echte Aktzente setzen - wobei mich persönlich letzterer als alternder (aber selbstverständlich kampfeslustiger) Ausbilder am ehesten überzeugte.

Nein, Charaktere und Geschichte reißen hier keinen Baum aus aber wer über die flach bleibende und das Militär verherrlichende Inszenierungsweise hinwegsieht, der bekommt hier zumindest tolle Luftkampfszenen geboten. Anderweite Action sollte man jedoch nicht erwarten, denn die gibts nicht...

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