Ein Team aus den Vereinigten Staaten tritt in einem Taekwondo-Turnier gegen Korea an. Neben teaminternen Reibereien hat Alex mit Schulterproblemen zu kämpfen und Tommy muss gegen Dae-Han antreten, der Jahre zuvor Tommys Bruder im Ring getötet hat.
Wieder so ein Film, bei dem die deutsche Titelschmiede, die ja oft sehr eigenwillige Wege geht, zugeschlagen hat. Hier hat man aus dem ersten Teil einer vierteiligen Reihe (1993 Best of the Best 2 – Der Unbesiegbare, 1995 Best of the Best 3 – No Turning Back, 1998 Kick Fire – Ohne jede Vorwarnung) den vierten Teil der Karate Tiger Reihe gemacht. Außerdem geht es eigentlich um Taekwondo, woraus nur in der deutschen Synchro Karate wurde.
Ich bin ein wenig überrascht, dass mir der Film so lange entgangen ist, aber das muss wohl eben an dem deutschen Titel gelegen haben, denn ich hatte auch jetzt vor der Sichtung herzlich geringe Erwartungen, die erfreulicherweise grundlegend nicht eingetreten sind.
Der Kampfsportler macht nämlich durchaus Spaß. Die Story ist nicht überragend und die Regie sicher auch nicht, aber der Cast spielt durchweg solide. Selbst Eric Roberts hat schon erheblich mauere Leistungen gezeigt und James Earl Jones liefert gewohnt gekonnt ab.
Die Trainingsphase ist nicht uninteressant, hat sie mit den meditativen Einheiten doch einen Aspekt, der bei ähnlichen Filmen oft vernachlässigt wird. Und hier sorgt Chris Penn, dessen Travis zunächst reichlich unsympathisch und rassistisch daherkommt, für ein bisschen Humor.
Und es ist immer eine Freude, wenn die Darstellenden bei einem Kampfsportfilm eben auch Kampfsport beherrschen und das auch zu sehen ist, wie bei den beiden Rhee-Brüdern, die im Abschlusskampf gegeneinander antreten dürfen. Die Fights sind knackig und sauber choreographiert und wenn man sich drauf einlässt, entwickelt die Turniersequenz sogar ein gutes Spannungspotential. Das Ende mag eventuell etwas schmalzig erscheinen, ist aber auch eine kleine Überraschung (zumindest hatte ich nicht damit gerechnet), denn Fairness und Ehre sind hier noch Thema, nicht reines gewinnen und den Gegner um jeden Preis plattmachen. Dass bei der ganzen Sache einiger Pathos im Spiel ist, ist bei einem Wettkampf auf internationaler Ebene irgendwie nachvollziehbar, stört also nicht wirklich.
Guter Kampfsportklopper mit schönem Finale, etwas Drama und guten Fights. Gefällt.