Review

Wenn ein Film selbstbewusst mit "eine Mischung aus DAWN OF THE DEAD und 28 DAYS LATER wirbt sollte man aus Prinzip schon einmal vorsichtig sein. Wer solche Vergleiche beschwört, sollte sich nicht wundern, wenn er bei diesem selbst gewählten Vergleichen gänzlich abstürzt oder zumindest ganz schlecht aussieht. So ist REMAINS OF THE WALKING DEAD (im Folgenden nur noch kurz REMAINS genannt) ein handwerklich solides Stück B-Zombie-Film, jedoch ohne wirklich eigene Einfälle oder Ideen zu haben.

Sämtliche Szenen oder Szenarien habe ich so oder schon viel besser in x anderen Zombiestreifen gesehen. Nicht ein Bild hat mich wirklich überrascht. Gut ist, dass es in REMAINS gleich ohne großes Vorgeplänkel losgeht und die in Reno/Nevada verschanzten Menschen müssen sich von Anfang an der Übergriffe der fleischfressenden Kameraden erwehren. Schauspielerisch sind einige der Akteure wirklich sehr beschränkt in ihren Ausdrucksmöglichkeiten.

Auch die durchwachsene Deutsche Synchronisation hilft hier nicht wirklich. Dazu kommen dämliche Dialoge vor allem im Mittelteil von REMAINS, die nicht wirklich den Zuschauer bei der Stange halten. Lustig ist das Schlussbild und wenn wir Pech haben gibt es noch einen weiteren Teil der damit gut angekündigt wurde. Goretechnisch gibt es die üblichen Gedärmematschereien, Skelette werden großflächig angenagt und die meisten Masken und Effekte sind gelungen, auch wenn einige schon sehr nach Latex riechen.

Wir haben es nebenbei bemerkt mit der klassischen Form der langsam torkelnden Zombies zu tun. Also so viel zum 28 DAYS LATER VERGLEICH. Mit diesem hat der Film vielleicht die ganz gelungen Szenen der Straßen und ein wenig mit den Massenszenen gemeinsam. Die FSK 18 wird schon immerhin entsprechend ausgenutzt und wir können ja in Deutschland REMAINS uncut genießen.

Regisseur Colin Theys war mir bisher noch nicht aufgefallen, es wird auch wohl nach REMAINS so bleiben. Auch wenn er als Drehbuchautor von dem gelungenen 30 DAYS OF NIGHT sich einen Namen gemacht hat. Zusammenfassend kann ich REMAINS nicht wirklich jeglichen Unterhaltungswert absprechen und für Zombiefilm-Komplettisten sollte er wirklich mehr als einen Blick wert sein, weil er eben nichts falsch macht und sich bewährter Zutaten aus diversen Filmen erfolgreich bedient.

5/10 Punkten

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