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Vietnamveteran Frank Vega ist eigentlich ein durch und durch friedvoller Mensch und zu jeder Zeit ein verdammt netter Kerl. Stets führte er ein ehrbares Leben, leistete seinen Dienst für sein Land und verkauft nun Tag für Tag Hot-Dogs am Straßenrand. Als er eines Tages jedoch den falschen Leuten über den Weg läuft, ändert sich für den bescheidenen wie rauen Veteran plötzlich alles. Denn durch einen Zwischenfall in einem Bus, bei dem Vega vor laufender Kamera zwei pöbelnde Kerle mit harten Schlägen deutlich zurechtgewiesen hat, ist er ein Star und wahrhaftiges Internetphänomen geworden.

Obwohl schon im besten Rentenalter, scheinen dem guten Danny Trejo(beim Dreh 68 Jahre) auf einmal die Hauptrollen zuzufliegen. Nach Machete jetzt auch in Bad Ass und dessen Fortsetzung. Hier gibt er den zauselbärtigen Ex-Vietnam-Vet, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt und im Grunde niemand was Böses will. Nachdem er durch verkloppen zweier Skins zum YouTube Helden wird, ändert sich aber einiges im Leben, denn auf einmal fliegt ihm der Respekt wildfremder Menschen entgegen.
Das Zwischenhoch ist aber nur kurz, denn erst verstirbt seine Mutter, dann wird sein bester Kumpel erschossen, die einzigen Bezugspersonen. Da die Cops praktisch null Engegagement zur Aufklärung zeigen, muß halt eben wieder zur guten alten Selbstjustiz gegriffen werden, die sich dann sogar in hohe politische Ämter hochschaukelt.
Irgendwie hab ich mich die ganze Zeit wie in einem Steven Seagal Film gefühlt. Trejo ist zwar sieben Jahre älter, aber mindestens genauso agil wie Seagal zum Drehzeitpunkt. Es macht einfach Laune wie er brutalst in kürzester Zeit irgendwelche Dummbatze verkloppt die mindestens halb so alt, aber doppelt so breit sich wie er. Dazu gibts gratis die üblichen Macho-Onliner gratis obendrauf und am Ende sogar eine Love Story, wie sie bei Steven immer genau so unrealistisch ausfällt. Dafür fällt die Action recht hart aus und ist gleichzeitig ein Lehrvideo dafür, dem Küchenhäcksler mit der Hand nicht zu nahe zu kommen.
Trotz aller Härten fand ich Bad Ass aber durchaus sympathisch. Die Hauptfigur ist absolut likeable, der Titelsong ist ebenfalls sehr lässig und ich glaube erstmals darf der offizielle Held das Chicken Run Game verlieren (also wenn zwei Autos direkt aufeinander zufahren und der der ausweicht verliert). Am Ende sind alle vor und hinter der Mattscheibe Happy, von mir aus kann die Fortsetzung kommen.
7/10

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