BAD ASS oder Trejo driftet ein wenig ins Drama-Fach ab, ohne peinlich zu wirken!
Ein Film, an dem Paul Kersey (Charles Bronson) sicherlich seine Freude gehabt hätte!
Hier wird das Thema Selbstjustiz behandelt und mit trockenem Humor garniert, dass es kaum sperrig wird. Altmodisch und nicht altbacken kommt das Movie daher. Die Story ist simpel und perfekt auf das Urgestein Trejo zugeschnitten. Ron Perlman im Vorspann zu erwähnen, ist wohl ein Marketing-Gag, da seine Screentime fast nicht vorhanden ist. Die zelebrierte Gewalt, Gegengewalt, Selbstjustiz oder dergleichen mehr ist pur und brutal inszeniert. Die ganze Chose wird allerdings oft mit entsprechendem Witz serviert, so dass die Härte verwässert wird und weniger roh daherkommt. Irgendwie passt dies zum Style des Films.
Warum die Synchro aus dem BAD ASS einen „Teufelskerl“ gemacht hat, bleibt wohl ein Geheimnis.
Logiklöcher und Zufälle häufen sich in der schlichten Storyline ebenfalls. Und auch die anbahnende (und unnötige) Liebesgeschichte zwischen dem BAD ASS und der (sehr, sehr viel jüngeren und sehr, sehr viel attraktiveren) Nachbarin entspringt wohl der (romantischen?) Phantasie der Drehbuchautoren.
Aber ich will nicht übel über den kurzweiligen Film reden.
Als Nebenbei- und Zwischendurchfilm hat BAD ASS gewiss seine Stärken!
Kein sehr guter Film, aber auch kein sehr schlechter!
Das es Geschmackssache ist, zeigen immerhin 2 Fortsetzungen!
Unterm Strich kann ich BAD ASS jedem Filmfan empfehlen, der glaubte, dass Charles Bronson das „letzte alte Eisen“ im Bereich Selbstjustizfilm gewesen war.