Nach Verbüßung einer mehrjährigen Haftstrafe, während derer er von Tiano in Kampfkunst und Selbstverteidigung geschult wurde, kommt Hong nach St. Jude, wo Gangs unter der Führung des Polizeichefs Mr. V das Sagen haben und mit Drogen dealen. Hong lässt sich von den Gangstern nach einer Demonstration seiner Fähigkeiten anheuern, spielt aber ein ganz eigenes Spiel.
Erst mal eine Bitte vorab. Verehrte Martial Arts Schulen in Asien, wir warten auf Nachschub von euch, denn Jackie Chan, Jet Li oder Donnie Yen werden schließlich naturgemäß nicht jünger. Dieser Cung Le hier ist zwar ein passabler Fighter, hat aber die Ausstrahlung eines Melkschemels und seine Dumbo Ohren verwirrten mich. Sorry, ein Starpotential sehe ich hier keines. Gibt es denn niemand der ein wenig high kicken kann und so etwas wie Charisma besitzt?
Da wäre dann auch noch die Mogelpackung um Van Damme, der hier vielleicht einen 10 Minuten Auftritt hinlegt, der im Grunde fast so überflüssig ist, wie einst der von Arnie in Beretta´s Island. Hier gibt er während einiger Flashbacks den Mr. Miyagi für Arme, nur wozu? Im gleichen Jahr noch den lässigen Bösewicht in Expendables 2 und dann so ein Quark.
Die Story ist auch nicht sehr originell. Ein Unbekannter kommt in eine kriminell versuchte Gegend, legt sich mit den lokalen Thugs an und der Zuschauer darf warten, welches Motiv man am Ende geliefert bekommen. Sowas hat auch schon Clint Eastwood gemacht, als er in einem Western eine Stadt rot anstreichen läßt. Dazu kommen dann noch schwache Leistungen von Script und Regie, so daß im Grunde sämtliche Szenen, in denen sich nicht die Fresse blutig geschlagen wird, von Bräsigkeiten und Unlogik geradezu ertränkt werden.
Wie kam denn unser Mister Hong (Nachname Kong?) halbtot aus der Kiste raus, obwohl die Fiesos direkt nebendran stehen und kann sogar noch einen von denen da einsperren, wie soll das denn funktioniert habe. Zudem kamen die Bullen nicht mal auf die Idee den Puls zu fühlen ob der Bursch wirklich tot ist, da hat wohl jemand die Polizeischule im Dauerkoma durchlaufen, naja zumindest ist klar, das wenn die nominellen Bösewichte so deppert agieren, da kann ja nur das Gute gewinnen. Und warum Big Boss Capo Mr. V einfach mal im Showdown seine Geisel unbedrängt frei läßt, muß er sich nicht wundern, wenn er den finalen Rettungsschuß abbekommt, da lacht doch das Herz eines jeden Gutmenschen.
Empfehlen kann man Dragon Eyes, die Hong angeblich hat auch wenn der Gesichtsausdruck eher nach Dackel aussieht dessen Nase man in sein eigenes Häufchen gesteckt hat, allerdings für seine Action Elemente. In Sachen Kloppereien werden dreckis Straßenkämpfe geliefert, Knochen gebrochen und ein Haufen Aggros Gesichter in blutigen Matsch verwandelt. Wer sich für das Drumherum einen feuchten Kehricht interessiert und rein der in-die-Fresse-Fan-Fraktion gehört, kann sich hier die ungekürzte Version ruhig mal antun. Ansonsten ist mit dem Film aber nicht viel anzufangen.
4/10