Review

Ich kann mit dem irischem Humor einfach nichts anfangen, zuerst "Guard - Ein Ire sieht schwarz" gesichtet (und nach knapp ner halben Stunde augeschaltet) und jetzt eben "Grabbers".

In "Grabbers" greifen Aliens  in Form von Riesentintenfische die Bewohner des ruhigen Küstenstädtchen auf Erin Island an. Und in diesem Ort der Stille passiert sonst nicht viel, außer sich abends in der Dorfkneipe  zu betrinken. Von dieser Trinksucht ist auch Polizist Ciará O´Shea (Richard Cole) betroffen, der sich mit einer neuen Aushilfskollegin Lisa Nolan (Ruth Bradley) rumschlagen muss. Kann dieses unfreiwillige Team diese Monster aufhalten?

Nach der obligatorischen Anfangsszene, in der die dreiköpfige Besatzung von einem Schipper verschlungen wird, weiß man, dass dunke Wolken über diesen Ort heranfallen werden. Doch was mir wirklich nicht passte, ist die Mischung von überwiegend irischem Humor und Horror, wobei der Horror eindeutig im Hintergrund steht.

Nachdem die Monster ein paar Zivilisten töten (das geschieht entweder über Blutaussaugen bis zum letzten Tropfen oder den Menschen ganz zu verzehren mit Kopf ausspucken inklusive), kommen die trinkfesten Bewohner der Schwäche dieser Monster auf die Ferse: Alkohol. Dennoch reagieren diese Monster nicht auf den reinen Alkohol (mit Bierflaschenwerfen ist also nix drin), sondern eher auf den Blutgehalt des Menschen, der über der 2-Promille-Grenze liegen muss.
 Also wird zum Finale hin ein Saufgelage in der einzigen Kneipe des Dorfes veranstaltet, damit jeder ordentlich was getankt hat und somit geschützt ist. Aber dieses Finale ist genauso lasch ausgefallen wie der Rest vom Film. Völlig spannungsfrei lebt "Grabbers" von seinen schrägen Figuren (hier glänzt vorallem Paddy Barret als alter Hase, der jeden Tag locker die 5 Promille schaftt und trotzdem scharfe Gedanken hat), die sich durch irische Witze kalauern und auch mal Baby-Monstereier entdecken (Facehugger-Imitate aus Aliens). Hier und da darf dann mal noch ein Bewohner das Zeitliche segnen, dass man nicht enschläft.
Leider fühlt sich der ganze Film inklusive Finale an, dass ihm überall etwas Salz in der Suppe fehlt. Hier und da konnte ich schon mal schmunzel, doch reicht mir das nicht aus, um den Film durchzuwinken, da dieser Humor immer wieder mit sinnlosen Dialogen unterbrochen wird. Der Horror ist arg limitiert und zahm inszeniert, so dass auch keine richtige Spannung aufkommen mag.
Dass dann das ganze Dorf eine Saufparty macht, bei der gerade Oberspritkopf O´Shea nüchtern bleibt und somit eine gänzlich andere Persönlichkeit darstellt, ist auch nicht unbedingt glaubwürdig. Immerhin sind die SFX auf gutem Niveau, so dass man "Grabbers" anmerkt, dass hier kein Low Budget-Film vorliegt.

Vorbild für diesen Streifen war eindeutig "Im Land der Raketenwürmer" gepaart mit Monstern aus "Octalus", und wenn ich alle drei Filme nebeneinanderstelle, zieht "Grabbers" eindeutig den kürzeren.


Für einen Abend nicht schlecht, doch dann schaue ich mir lieber die beiden eben genannten desöfteren an. Das sind richtige Partykracher.
Somit empfehle ich "Grabbers" Leuten, die vorallem auf den Humor der Iren stehen und mit Horror (light) keine Probleme haben.

4/10

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