Review

Ja manchmal kann so ein Bürojob die Hölle für den ein oder anderen sein, täglich mehrere Stunden vor dem Computer sitzen und Daten in die Tasten hämmern... sicherlich nicht jedermanns Traumjob.

In "Headhunt" bzw. "Redd inc."  steckt der australische Regisseur Daniel Krige 6 Menschen in ein Arbeitsverhältnis was für die beteiligten wirklich zum blanken Horror wird.

Story:
Der Geschäftsmann Thomas Redmann (Nicholas Hope) wird nach der Ermordung einer hochrangigen Geschäftsfrau festgenommen. Die Beweislage scheint klar zu sein, denn blutverschmiert mit einer Axt in der Hand vor dem enthaupteten leblosen Körper des Opfers stehend, sind Zweifel an seiner Schuld nur sehr schwer nachvollziehbar.
So wird er zu einer Lebenslangen Haftstrafe in der Klapse verknackt...Als diese niederbrennt gelingt ihm die Flucht...   
Auf freiem Fuße macht er sich gleich daran seine Unschuld zu beweisen. So entführt er 6 Personen welche auf irgendeine Weise mit seiner Verhaftung zu tun hatten( Zeugen, Polizisten usw.) , fesselt diese gemeinsam an einen Bürotisch und zwingt sie seine Unschuld zu beweisen. Wer sich weigert muss mit schlimmen Konsequenzen rechnen...

Und wiedermal hat das noch recht junge Label Mad Dimension einen Glücksgriff getan und einem weiteren Indiehorrorstreifen ein deutsches uncut release beschert.

"Redd Inc." beginnt zwar etwas zäh und braucht etwas bis er in fahrt kommt, kann aber mit steigender Laufzeit immer mehr Spannung aufbauen und geizt auch an Schauwerten nicht.
Niemand geringeres als Horrorfilmlegende Tom Savini, welcher schon seit gefühlten 100 Jahren für harte Make-up Effekte verantwortlich ist hat sich hier den Gore und Splatterszenen persönlich angenommen. 
Und das sieht man.
Wenn Augen mit bloßen Händen oder mit dem Schraubenzieher malträtiert werden, Menschen der Kopf abgehakt wird oder Stifte durch Körperteile gerammt werden, stehts ist man erfreut das Herr Savini hier seinem Job nachging.
Fast alles schön Handmade fühlt man sich da gleich an die guten alten Horror/Splatter Zeiten erinnert  als CGI noch nicht die Überhand gewonnen hat.

Den Charakteren wird dabei genug Tiefe verliehen so das sie nicht, wie bei so vielen ähnlichen Filmen als pures Schlachtmaterial herhalten. So das ein mitfiebern mit den einzelnen Personen ( zugegebenermaßen nicht allen ) durchaus vonstatten ging.

Dieser Umstand ist natürlich auch den allesamt solide aufspielenden Darstellern zu verdanken, welche ihre Sache glaubhaft rüberbringen.
Besonders hervorzuheben sind hier aber zwei Personen.
Da wäre zum einen Nicholas Hope welcher die Rolle des Thomas Reddman wirklich hassenswert verkörpert ohne dabei in overacting zu verfallen und die junge Kelly Paterniti welche erstaunlich oft an die in Horrorkreisen sehr bekannte Danielle Harris errinert.

Neben den guten Darstellerleistungen weiß die Story dieses Kammerspiels ( der Film finden zu großen Teilen nur in einem Bürozimmer statt) durch einige Twists und einen spannenden aufbau zu gefallen. Da kann man auch ein paar kleinere Logikfehler verzeihen...

Fazit:
"Headhunt" ist ein kleines fieses Kammerspiel was durch gute Darsteller, gute Effekte und eine spannende Story punkten kann. Zwar fühlt man sich ab und an "Saw" errinert, doch das tut dem ganzen keinen sonderlichen Abbruch so das ich dem Film gute 7 Punkte geben kann.

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