Die durchgeknallten Japaner machen bekanntlich oft Filme für´n Arsch, aber im vorliegenden Fall ist es wörtlich zu nehmen. Bei dem, was hier an rektalen Abgasen ausgestoßen wird, kann man froh sein, dass es noch kein Geruchsfernsehen gibt, denn das wäre ohne Gasmaske kaum zu überstehen.
Megumi und ihre Freunde fahren in den Wald, um dort was auch immer zu veranstalten. Als eine aus freien Stücken einen Bandwurm isst, wird ihr folgerichtig übel und sie landet auf dem Plumpsklo. Kurz darauf sind fäkal orientierte Zombies hinter den Freunden her und versuchen ihnen ihre Parasiten weiterzureichen…
Der Vorspann sieht eher nach Exploitation aus den Siebzigern aus, doch wenige Minuten später landet man im Fäkalsumpf der ekeligen Aneinanderreihungen, bei denen unzählige Male erbrochen, gefurzt und mit grummelnden Mägen hantiert wird.
Dumm und trashig ist das Ganze obendrein.
Denn man muss erstmal auf die Idee kommen, einen Bandwurm zu essen, um durch selbigen zum Erbrechen zu kommen, was auf kurz oder lang wiederum die Modelkarriere ankurbeln soll. Dass Megumi zwischendurch ein wenig Karate trainiert, offenbart hingegen früh, wer im letzten Drittel den Ton angeben wird, obwohl, da wehen noch ganz andere Lüfte.
Die übrigen Figuren sind eigentlich nur als Parasitenfutter gedacht, denn die üblichen Zombies finden sich hier nicht. Sie stöhnen und grummeln zwar, doch anstatt beherzt zuzubeißen, werfen sie lieber mit Kot nach ihren Opfern.
Ein dubioser Arzt und seine kranke Tochter spielen natürlich auch eine Rolle, denn nach dem verheißungsvollen Einstieg mag man sich bereits ausmalen, wem da ein Pups quer sitzt.
Im letzten Drittel gerät die Chose schließlich komplett zum überdrehten Trash mit völlig grotesken Einfällen, bei dem das finale Duell gar fliegend und in luftiger Höhe stattfindet, - in den Neunzigern hätte Peter Jackson an solchen Kuriositäten gewiss seine Freude gehabt, spätestens als der Ursprungsparasit völlig mutiert.
Kamera und Sounduntermalung tragen nicht unerheblich dazu bei, dass das Geschehen phasenweise ins unterirdisch Niveaulose abdriftet, was nicht erst mit dem eiligen Gang aufs Behelfsklo einsetzt. Später relativieren drittklassige CGI in Form von Rektaldunst diesen Eindruck und die Latexparasiten aus dem Anus erinnern zwangsläufig an Sachen von David Cronenberg, nur eben wesentlich bizarrer in Szene gesetzt.
Jedoch passen sich die durchweg talentfreien Mimen mit ihrem Overacting nahtlos an und auch der billige Synthie-Score untermauert das nur allzu alberne Treiben.
Eine Flatulenzorgie aus dem Land der aufgehenden Sonne hat uns gerade noch gefehlt, mit dem üblichen Zombieaufkommen hat das hingegen wenig zu tun und die wenigen Splattereffekte sind in der deutschen Fassung mal wieder gnadenlos entfernt worden, so dass die Geschichte gerade mal auf 76 Minuten kommt.
Jene geht im letzten Drittel recht spaßig ab, bietet während der ersten Hälfte jedoch zu wenig Abwechslung und deutlich zuviel Ekel.
Wen das insgesamt begeistern mag, ist wie immer reine Geschmackssache, aber das sagte auch der Bauer, als er der Kuh am Hintern…
5 von 10