Kurzfilme sind ein interessantes Genre, im Bezug darauf, den Inhalt in kurzer Zeit zu vermitteln. Mit „Hotel Desire“ haben wir einen etwas längeren Kurzfilm. Bei einer Laufzeit von 38 Minuten sollte es auf jedenfall möglich sein, den Zuschauer zu fesseln, vor allem bei so einem Thema.
Kurzfilme gibt es wie Sand am Meer. Es gibt gute und es gibt schlechte. Aber nur selten schaffen Sie es in die breite Öffentlichkeit. Dieser Film hat es aber geschafft, schon vor der Veröffentlichung sich einen Namen zu machen. Denn teilweise wurden die Kosten über Crowdfunding gesammelt. Was in der heutigen Zeit auch nichts mehr ungewöhnliches ist. Nur die Kombination aus Erotik und Crowdfunding hat viele Kritiker aufmerksam gemacht. Die vermuteten das ein Porno über Crowdfunding finanziert wird. NEIN!!!! Definitiv nicht. Auch wenn der Film mit Nahaufnahmen nicht geizt, kann man dies noch lange nicht als Porno bezeichnen.
Eher soll er die Leidenschaft zweier unterschiedlicher Menschen nahe bringen. Aber das schafft er leider auch nicht.
Da wird nichts entfacht, weder Leidenschaft noch Erotik. Auch wenn gut 10 Minuten des Filmes aus Sex besteht, ist da nichts. Die zwei Hauptakteure fangen im Hotelzimmer das fummeln an, und dann geht es schon rund. Sie versuchen zwar die Sehnsucht/Begierde nach dem anderen Geschlecht zu vermitteln aber schaffen es nicht. Weil es eben nur eine notgeile alleinerziehende Mutter ist (die seit 7 Jahren keinen Sex mehr hatte) und ein Blinder, bei dem das letzte mal wahrscheinlich auch schon bisschen her ist. Und so vögeln sie doch nur vor sich hin ohne Leidenschaft.
Als sie das Hotelzimmer betritt, bis sie mit ihrem Liebesspiel fertig sind, wird kein Wort mehr geredet, um diese leider nicht vorhandene Atmosphäre nicht zu zerstören. Die Hauptdarstellerin zeigt eine gute Leistung, reicht aber auch nicht aus um den Film zu retten.
Der Film hat mich enttäuscht und konnte den Erwartungen nicht standhalten. Dank der kurzen Laufzeit, kann man ihn sich mal antun aber ansonsten nicht nennenswert. Auch lohnt es sich nicht damit zu prahlen, falls man einer der Spender auf der Crowdfunding-Plattform war. Der Film schafft es nicht, den Zuschauer zu fesseln, damit er eben die Leidenschaft und Erotik zwischen den beiden Hauptprotagonisten zu spüren bekommt. Das ganze wird mit einen, für mich, nicht passenden Soundtrack unterlegt. Und so ist es doch nur ein Porno in einer guten Story.