Review

SPUN ist ein durchgeknallter Bilderrausch, von vorne bis hinten. Ohne im weiteren Sinne auf die negativen Auswirkungen des Drogenkonsums einzugehen zeichnet Regisseur Jonas Akerlund drei Tage im Leben einer Gruppe von Kleinstadtjunkies nach, die fernab jeglicher Realität in ihrer eigenen Welt leben.

„Man pfeifft sich alles rein, nenn es Speed, Dope, Meth, Crystal, Ice, Zip, Tweed, egal wie Du es nennst...!" - vielmehr kann man zur Inhaltsangabe des sonderbaren Streifens nicht verlieren. Was den Film ausmacht sind wie schon in „TRAINSPOTTING" die Eigenarten der Charaktere, die von einer beeindruckenden Schar aus Hollywoods' Talentschmiede (Mena Suvari, Brittany Murphy, Jason Schwartzman) phantastisch verkörpert werden.

Dass der Regisseur aus der Videoclip-Szene kommt merkt man SPUN an allen Ecken und Enden an - selten hat man einen Film mit einer derart betörenden Bildsprache gesehen, in dem visuelle Grenzwerte dargestellt werden. Durch das Einbinden von Comic-Strips verhindert er an manch freizügiger Stelle den Ansatz der Zensur-Schere. Ein bizarres Comic-Märchen jenseits aller Vorstellungskraft: Bunt, hip und vollkommen überzeichnet.

Vergleiche mit „TRAINSPOTTING" und „FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS" werden oft genannt und sind auch nicht von der Hand zu weisen, wenngleich die Qualität dieser offensichtlichen Vorbilder durch die etwas dünne Geschichte nicht ganz erreicht wird!

(7,5 /10)

Details
Ähnliche Filme