"Taboo- Das Spiel zum Tod".
Mhm, das hört sich zwar abgedroschen an, aber ich stehe eigentlich auf stereotypische, trotzdem spannende Klische-Slasher. Also nahm ich diesen Film einfach mal mit in der Videothek.
Beim Anschauen fiel mir auf, das die Darsteller viel zu schnell sterben, da könnte der Film ja nicht lange dauern. Am Schluß stellte ich die wirklich kurze Laufzeit von 77 Minuten fest.
Zuerst bekam ich genau das, was ich erwartet hatte:
ein großes Spukhaus, Gewitter und Regen, 6 dumme Teenager und ein mysteriöser Killer. Auch die Zusammenhänge waren sofort klar, man konnte aus der Anfangssequenz mit dem Spiel sofort darauf schließen, wer dann schließlich der Killer ist, warum er es tut.
Der ominöse Brief, den Nick Stahl vor der Tür findet, beschreibt die Todesopfer in ihrer schlechtesten Eigenschaft, und einer oder eine war nicht involviert: 6 Leute, 5 Karten. Somit stand fest: einer von denen wars selbst.
Somit verringerte sich in hohem Tempo auch die Zahl der Anwesenden, und es wird auch ziemlich schnell erklärt, wer der Killer ist und warum. Das weiß der Zuschauer eh von Anfang an. Doch dasnn dreht sich das Blatt, die Anwesenden sind gar nicht tot, es war ein von Anfang vorhandener Plan, den Plan des Killers zu durchkreuzen.
Doch dann taucht ein Geheimnis auf dem Spielplan auf, das plötzlich das Todesurteil aller ist...
Mehr will ich nicht verraten, der Film ist interessant genug, um einen spannenden Videoabend zu haben. Durch die Schlußszene und die Darstellung der Charaktere von Nick Stahl und January Jones wird der Film besonders und hebt sich gegenüber der flachen Teenieslasherwelle deutlich ab. Doch gibt es starke Abzüge, da die Auflösung des Ganzen deutlich auf der Hand liegt, direkt nach dem Beginne des Films.
Wer also den Film einfach wirken lässt und sich nicht nur durch Thrill und Spannung vom Einschlafen ablenken lässt, der ist mit "Taboo" gut beraten.
6/10 Punkten.