Review

Okay, die Idee mit der unsichtbaren Wand war mir nach UNDER THE DOME nicht neu. Nur das wir es hier mit einem waschechtem Original zu tun haben. Die Romanvorlage wurde nämlich bereits 1963 verfasst, während die Vorlage der Stephen King-Serie von 2009 ist. Da hat Herr King sich vielleicht etwas von dem deutschen Literatur-Werk abgeschaut.
DIE WAND ist eine deutsch/österreichische Produktion und gerade deswegen wahrscheinlich auch so intensiv. Man hat sich recht nah an die Vorlage gehalten, aber dennoch ein zwei neue Szenen mit eingebaut. Man sieht die einsame Hauptdarstellerin in der Gegenwart ihr "Tagebuch" verfassen, wobei die vergangenen Tage mit einem Voice Over interessant und in schönen Bildern verfilmt wurde. Bis auf einen Hund, zwei Katzen und zwei Kühen bleibt ihr keine Gesellschaft. Allerdings ist eine der zwei Katzen plötzlich da und macht komischerweise auch den Umzug auf die Alm nicht mit. Ist dennoch plötzlich wieder anwesend. Macht wenig Sinn und stellt natürlich Fragen auf. Den Roman habe ich nicht gelesen, kann also nichts dazu sagen ob die Katze dort eventuell erwähnt wird. Ist aber auch egal, da das nur Meckern am Rande und absolut unwichtig für den Filmverlauf ist.
DIE WAND ist ein absolut ruhiger Film, so dass er mir an manchen Stellen sogar etwas zu ruhig war und ich gerade gegen Ende fast das Interesse verlor. Glücklicherweise nur fast, denn der Film hat recht gutes Timing und weiß auch das man zu diesem Zeitpunkt Schluss machen muss. Die Sounduntermalung ist, abgesehen vom gelegentlich spielenden Autoradio, klassisch.
Wenn unsere Darstellerin durch die unsichtbare Wand Menschen auf der anderen Seite beobachtet, wirkt es sogar leicht creepy. Und da bin ich auch schon beim dem negativsten Punkt angekommen und das ist die Wand. Sie ist nur am Anfang ein "bedrohliches" Thema und wird recht schnell einfach hingenommen. Romanvorlage hin oder her - ich persönlich würde mich ja viel mehr und intensiver mit der Wand beschäftigen und versuchen zu verstehen bzw zu entkommen. Sie versucht nicht sich unterdurch zu graben, spielt aber kurz mit dem Gedanke um ihn sofort wieder abzulegen. Mit unnachvollziehbaren Grund. Auch versucht sie nicht eventuell im Wasser drunterdurch zu tauchen oder die Wand im argen Schneefall zu mustern.

Fazit:
Intensives Werk mit ein paar wenigen Schwächen, da ich mich persönlich anders verhalten würde. Gute Laufzeit und eine gute Schauspielerin. Macht Spaß und wirkt zwischenzeitlich auch bedrohlich.

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