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In regelmäßigen Abständen wird der Djinn auf die Menschheit losgelassen, fernab von irgendwelchen Wünschen und Wunderlampen. Autor und Regisseur Ajmal Zaheer Ahmad wollte offenbar so etwas wie einen Pilotfilm drehen, verzettelt sich dabei jedoch in wahllos aneinander gereihten Actionszenen, die letztlich nur wenig Sinn ergeben.

Shawn ist Karosseriedesigner und sehr glücklich mit seiner Frau Jasmine, welche zu seinem Leidwesen unfruchtbar ist. Als er eines Tages anonym ein Videoband erhält, ist darauf sein längst verstorbener Vater zu sehen, der ihn vor den Mächten böser Dämonen warnt. Kurz danach intervenieren Priester Westhoff und sein Gehilfe Gabriel, um Shawn auf den Kampf gegen die dämonische Macht vorzubereiten...

Die Exposition in Indien um 1901 ist noch einigermaßen atmosphärisch und düster ausgefallen, als ein Vorfahr der Hauptfigur auf einen Dschinn trifft, welcher Rache an seinen Kindern schwört. In Michigan geht es zunächst um das junge, eigentlich glückliche Paar, bis schließlich das ominöse Tape auftaucht. Sonderlich sympathisch erscheint das Paar dennoch nicht und würde Serinda Swan nicht wie eine Mischung aus Megan Fox und Mila Kunis aussehen, würde man sie gar nicht beachten.

Danach geht zwar alles sehr schnell, doch ebenso konfus zu. Gabriel (ein Erzengel?) und der Geistliche verfügen über umfangreiches Wissen, welches sie Shawn und dem Zuschauer vorenthalten, es gibt eine Gruppe von eher harmlosen Dschinns und einen magischen Dolch zur Gegenwehr. Daneben campiert ein Verwandter in der Anstalt und Shawns Auto spielt aus nicht näher erläuterten Gründen auch eine Rolle im Kampf gegen die Feinde.

Wäre bei alledem ein roter Faden erkennbar, könnte man von spannenden Momenten sprechen, doch diese bleiben komplett aus. Shawn soll zwischenzeitlich einige Prüfungen als Vorbereitung bestehen, doch dann kommt es bereits zu diversen Kämpfen in peinlicher Slowmo, angereichert mit einigen Computerblitzkugeln und schwachen Moves. Einzig die Dämonen sind einigermaßen gestaltet und der Score treibt gut an, doch ohne Kontext ermüdet so etwas zusehends, zumal der Held null Ausstrahlung mitbringt.

Handwerklich ist das alles noch im Rahmen des Erträglichen, die Sounduntermalung ist eher überdurchschnittlich gut, doch einschließlich der durchweg hölzern performenden Mimen bleibt nicht viel, was eine Sichtung der überlang erscheinenden 97 Minuten mit einem epischen Abspann von 17 Minuten in irgendeiner Form rechtfertigt.
Der erzählerische Kontext ist unausgegoren, die Effekte beschränken sich auf ein Minimum, es gibt keinerlei Humoreinschübe und auch kein Blutvergießen.
Fängt okay an, wird danach immer schwächer, bis das Interesse gegen Ende fast gänzlich verschwunden ist.
3 von 10

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