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So langsam sind die Kreuzungen diverser Tiere durch, nun bietet das Sequel zu „Sharktopus“ eine Mischung aus Anakonda mit Piranhakopf. Trash ist natürlich zu erwarten, doch der fällt nicht so spaßig aus, wie Regisseur Jim Wynorski, Produzent Roger Corman und Michael Madsen in einer der Hauptrollen vermuten ließen.

Professor Lovegroove (Madsen) hat Eier einer ungewöhnlich mutierten Kreuzung aus Piranha und Anakonda entdeckt, als er von Terroristen gekidnappt wird. Zur gleichen Zeit ist ein Filmteam im Dschungel unterwegs und stößt ebenfalls auf die Terrorgruppe. Doch dann taucht das erste Ungetüm auf und verbreitet noch mehr Terror…

Das gelb schimmernde Vieh ist wahrlich keine Ausgeburt kreativer Künste, denn der überdimensionale, gelb schimmernde Schlangenkörper endet beim Kopf eines Piranhas, bei dem einzig die langen Zähne einigermaßen aussehen. Die Animationen sind demgegenüber lieblos in die eigentlich recht taugliche Landschaft geklatscht, was nur durch den CGI-Nebel getoppt wird, sobald die Kreatur jemanden wegschnappt. Dabei bleiben die Blutspritzer oft einige Momente auf der Kamera haften und tauchen die Landschaft in einen Rotfilter, was schlicht dilettantisch anmutet.

Ebenso übel performt die Riege rund um Madsen, der auch schon mal motivierter agierte.
Die kreischenden Frauenopfer gehen durch die Bank gar nicht und auch unter den Terroristen befinden sich ein paar ausgemachte Pfeifen. Entsprechend simpel sind die Figuren angelegt, aus dessen Kreis kein wirklicher Sympathieträger hervorgeht. Allenfalls ein Stuntman und eine Maskenbildnerin könnten ein wenig länger am Leben bleiben.

So werden zahlreiche Leute mit einem Haps geholt, wobei manchmal die Schuhe zurückbleiben, eine überaus seltene Geister-Orchidee wächst ebenfalls im Dschungel, Sprengstoff ist in allen Lebenslagen verwendbar und ein Terrorist fühlt sich bei der Verfolgung eines Opfers besser, wenn er sich eine Maske überstülpt. Dazwischen wird das Nest ausfindig gemacht, Quad fahren gefällt den Mimen offenbar, große Brüste sehen ohne BH noch viel größer aus und ein abgebissenes Bein sieht tricktechnisch fast schon gut aus.

Ansonsten mangelt es trotz ordentlichen Tempos an Spannung, die Konfrontationen fallen deutlich zu abrupt aus und das Monster zählt zu den schlichtesten der letzten Zeit. Handwerklich ist Wynorski zwar kein Stümper, doch auf Ebene der Effekte ist das Niveau auch für eine Trash-Produktion unter aller Sau. So unterhält der Streifen nur leidlich, gewollte Aufheiterungen gehen durch die Bank nach hinten los und wer im schlichten Monsterfilmbereich solide Unterhaltung sucht, dürfte hier allenfalls in Ansätzen fündig werden.
4 von 10

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