Neben Wong Fei Hung aus den „Once upon a Time in China“-Filmen spielte Jet Li mit Fong Sai Yuk einen weiteren Volkshelden in den gleichnamigen Filmen.
Rahmen für die Handlung von „Fong Sai Yuk“ ist mal wieder Unterjochung des chinesischen Volkes durch einen despotischen Kaiser, dem sich einige edle Rebellen im Untergrund entgegenstellen. Jedoch sind diese in der Unterzahl und der Kaiser schickt gnadenlose Häscher los, um sie zu stellen, wie die Auftaktszenen des Films zeigen ohne die Bildgewalt von einem Film wie z.B. „Once upon a Time in China“ aufzuweisen.
Davon ahnt der junge Fong Sai Yuk (Jet Li) noch nichts. Sein Engagement beschränkt sich darauf arrogante Fremde in ihre Schranken zu verweisen, die ihn und seine Freunde beim Sport besiegen wollen. Begleitet wird diese Art Bundesjugendspiele auf Fernost mit eigenwilliger Musik, was bereits zeigt, dass „Fong Sai Yuk“ ein etwas eigenartiger Kung Fu Film ist, der nicht unbedingt die klassischen epischen Pfade des Genres beschreitet.
Als das Oberhaupt einer einflussreichen Familie seine Tochter verheiraten will und den Ehemann in einem Kung Fu Wettbewerb bestimmen, ist Fong Feuer und Flamme. Doch das ist der Auftakt zu einigen Verwicklungen...
„Fong Sai Yuk“ erweist sich bald als eigenwillige Mischung aus Kampfsportfilm und Screwballkomödie, denn aus dem Heiratscontest entsteht bald Verwicklung, u.a. weil Fong die zu verheiratende Maid verwechselt, seine kampfgewandte Mutter als Junge verkleidet mitmischt usw. Dies führt zu immer weiteren Verwicklungen, ehe „Fong Sai Yuk“ dann auch noch die Rebellenstory mit einbringt und dabei ernster wird. Leider sorgt dies dafür, dass das Ergebnis etwas uneinheitlich wirkt und Verwechlungsgeblödel sich mit dem tragischen Tod einiger Figuren beißt, da man keine so wirklich klare Linie erkennt.
Auch bei der Story ist „Fong Sai Yuk“ dann sehr episodenhaft geraten und hangelt sich so eher von Verwechslungsepisode zu Kampfhandlung und umgekehrt. Die starke Betonung des komödiantischen Aspekts geht leider zu Lasten der Action und das tut „Fong Sai Yuk“ nicht unbedingt gut, da nicht alle Gags zünden. Teilweise wirkt die Chose sehr albern anstatt so aberwitzig wie manches Vorbild zu sein, wenngleich der eine oder andere Lacher immerhin zu finden ist; vor allem der Vater-Mutter-Konflikt ist immer recht amüsant geschildert, aber auch die Gesangseinlage von Fong und seinem Stiefvater ist auf abgedrehte Weise witzig.
So können die Kämpfe den Karren nur begrenzt aus dem Dreck ziehen. Neben ihrer eher geringen Zahl (zumindest für Jet Li Verhältnisse) fällt der übermäßige Einsatz von Wirework etwas negativ auf, gerade im Finale werden eher die Drahtseile als die Kontrahenten gefordert. Das ist schade, denn wenn es dann mal zu einem Fight kommt, dann wird meist recht ausgiebig gekämpft und die Martial Arts Fähigkeiten der Kämpfer sind so gut, dass sie auch ohne seilgestütztes Rumgefliege spektakuläre Moves hinbekommen. Gerade der Kampf im Rebellenversteck ist ein echtes Highlight, während der Showdown aus oben genannten Gründen enttäuscht.
Jet Li gibt hier mal wieder den sympathischen Kung Fu Fighter und ist auch sich nicht zu schade hier ein paar Späßchen machen, wenngleich „Fong Sai Yuk“ kein Schauspielfilm ist. Der Rest der Darsteller schlägt sich auch durch die Bank weg ordentlich, wirklich herausragende Performances sind nicht dabei, aber für diese Art von Film reicht es aus.
Bleibt unterm Strich ein passabler Film, der aber etwas durchwachsen daherkommt. Die Mischung aus Comedy und Martial Arts wirkt teilweise uneinheitlich die Geschichte zu episodenhaft. Ordentliche Fights sind dabei, wenn auch mit zuviel Wirework, ein paar nette Gags ebenfalls, aber Jet Li hat wesentlich Besseres gemacht.