Review

Mit Alfred Hitchcock kenne ich mich bisher nicht aus. Beschämt muss ich zugeben, dass ich bisher nicht einmal PSYCHO vollständig gesehen habe und der Name mir sonst nur aus Hörspielen der DREI FRAGEZEICHEN bekannt ist. Shame on me!

Auf DAS FENSTER ZUM HOF bin ich über diverse Reviews von Roman Polanskis DER MIETER gestoßen. Ich habe mir den Film also recht zügig zugelegt. Dass er von 1954 stammt, schreckte mich nicht ab da ich gerne alte Schinken schaue und ein großer Fan der TWILIGHT ZONE bin.

Natürlich überwiegen die positiven Eindrücke massenhaft. Das Tempo ist perfekt, die Schauspieler solide und toll finde ich auch das fast der ganze Film nur in einem Zimmer spielt. Die Lauflänge ist gut gewählt und die Waage pendelt gekonnt zwischen Thriller und Krimi. Hört sich so schonmal echt gut an, nicht umsonst ist das Werk ein Klassiker und in etlichen Best Of-Tabellen wiederzufinden. Ich persönlich habe mir aber mehr in Richtung Mystery versprochen. Das was mich bei DER MIETER so gepackt hat, konnte ich bei DAS FENSTER ZUM HOF leider nicht (oder nur kaum) spüren. Hier ersetzen die Krimielemente die aus dem Mysterybereich.
Das ist aber auch der einzige wirkliche Kritikpunkt den ich negativ erwähnen kann. Die Sounduntermalung hat mich teilweise sehr an ERASERHEAD oder RABBITS erinnert, was mich wirklich gewundert hat.

Fazit:
Beste Unterhaltung und ein muss für Krimi-Fans. Man kann während des Films viel rätseln und erlebt auch immer wieder Überraschungen. Richtig gut, aber leider darf man keine gruselige Atmosphäre erwarten.

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