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Ein Truck fahrender Vater deckt auf, dass ein finsterer Geselle in seinem Laster und denen von anderen versteckt Drogen befördert, doch dieses Wissen bringt ihm den Tod. Seine Tochter heuert nun ebenfalls als Fahrerin an, macht bald Bekanntschaft mit einem verdeckt ermittelnden Polizisten und gemeinsam versuchen sie den Fall rund um Mord und Drogen zu lösen.

Mit diesem Film geht die cmv Trash Collection in die vierte Mexikorunde und bietet eine simple Grundstory, die mit teils vergnüglichen, teils langweiligen Nebenplots gestreckt wurde. Sehr viel Zeit wird rund um die Bordell-Bar, welche sich getarnt in einem LKW-Anhänger verbirgt (und hierbei erstaunlich viel Platz bietet, was man beim äußeren Anblick nicht vermüten würde) und in der sich die Protagonisten gerne mal blicken lassen. Hier ist der Klamaukfaktor dann auch besonders hoch. So gibt es eine merkwürdige Szene, in der zwei Kerle glauben, ein UFO zu beobachten, das sich bald als erleuchteter Puff entpuppt, in den die beiden vom schwulen Angestellten im Glitzeroutfit geladen werden. Sowieso sorgt der Nutterich mit seinen T(r)uckereien für Ulk für Leute, denen nach "Der Schuh des Manitu" und Konsorten die Klischees der männlichen Homosexualität immer noch nicht zum Halse raushängen. Sehr merkwürdig ist ebenso die in der Bar aufspielende Band anzusehen, die, obwohl ihr Repertouir fast ausschließlich aus "Vamos a la playa" besteht, ihre Instrumente teilweise asynchron zur zu vernehmenden Musik anschlagen.

Die darstellerischen Leistungen sind nicht der Rede wert, ebenso wenig wie die handelnden Charaktere, die sie verkörpern, denn diese erfüllen alle gängigen Klischees. So gibt es die gutaussehenden, toughe Rachetochter, den harten Polizistenfrauenheld, den bereits erwähnten Schwuli, den kleinen, dicken Spaßonkel, einen großmäuligen Jungen, hinter dessen Mundwerk sich wenig verbirgt (ich habe sehr gelacht in der Szene, in der er nach seinen Schwafeleien über seinen Frauenverstand schließlich mit den nackten Tatsachen einer der Prostitierten konfrontiert wird und schlagartig mamaverlangend das Weite sucht), den fiesen Bösling etc.

Action macht sich insgesamt in diesem Film etwas rar, denn außer am Anfang bei dem Übergriff der Gesetzeshüter auf ein paar Ganoven und beim finalen Showdown gibt es dazwischen neben den üblichen Schlägereien und Lastwagenfahrereien wenig Eckschen. Apropos, die Hauereien sind alle wenig überzeugend und erinnern teilweise an Bud Spencer und Terrence Hill Balgereien, denn Schläge sind deutlich als Nichttreffer zu erkennen, Gläser werden auf Cowboyhüten zerschlagen, was eine Ohnmacht beim Getroffenen hervorruft oder Stühle zerbrechen voreilig. Die Schießereien und Explosionen ganz zum Schluss sind dann ein ganz ganz wenig überzeugender in Szene gesetzt (die Finalexplosion scheint die beiden Involvierten tatsächlich erbeben zu lassen).

Insgesamt sind Leute, die dem platten Humor und günstig inszenierter Action nicht abgeneigt sind, bei diesem Filmchen genau an der richtigen Adresse.

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