Der jüngste Tag (2011)
CGI-Spoiler strahlen um die Wette!
Ich muss sagen jeder Ziller-Film hat Irgendetwas zu bieten und sei es einfach nur :
Nichts.
Ich weiß auch nicht ob ich beim "jüngsten Tag" gelächelt habe, oder ob das noch Restlachen vom Yeti war, welches mir zwischen den Zähnen hing, aber der Film ist überraschenderweise ganz okay. Zwar schießen einem beim Gucken immer noch alle existierenden Floskeln durch den Kopf, aber im Vergleich zu Loch Ness z.B. liegen zwar keine Welten, aber einige "Häuserblocks" durchaus dazwischen.
Die Darsteller sind inklusive der deutschen Synchros durch die Bank okay. Als kleines Highlight verbuche ich Kirk Acevedo, den man durch diverse Serienauftritte kennt. (u.a. seine größere Rolle in der Serie "Fringe"). Er ist auch nicht gerade der grandiose Charakter-Mime, aber immer gut und gefällig und man kann ihm einen gewissen Wiedererkennungswert keinesfalls absprechen.
Die Spannungskurve lässt sich hier und da öfters mal blicken, Kameraarbeit ist im Vergleich zu anderen Zillerfilmen ordentlich und einige Szenen wirklich überraschend in Szene ... Also Ansätze und so ... mehrfach und wiederholt auch.
Zwei Dinge sind bei Ziller's Filmen allerdings nicht wegzudenken:
1. Die hanebüchene Story!
... Dem Sinn des Ganzen kann man nicht immer folgen. Nachvollziehbar geht anders. Ich fürchte sogar das sehr viele Dialoginhalte totaler Mumpitz sind. Ich bin aber auch kein Experte für Merkur, Sonne und schon gar nicht Gravitation. Darum geht es nämlich hier in diesem Katastrophenklamauk.
Und dass mal eben zwei Studenten(?) ein Funkgerätkasten zusammenlöten und damit dann Kontakt zu einem Raumschiff welches irgendwo im All ... ich mein wenn das so einfach ist, da kann man das ja gleich als YPS-Gimmick ... Agentenfunkgerät mit 100% garantierter Erreichbarkeit aller aktuell herumfliegenden Raumschiffe. 5 Kanäle voreingestellt mit 2 Geheimfächern, Reichweite bis kurz hinter Merkur, und kann obendrein um die Ecke funken. Und wenn man Wasser draufkippt, formt es sich selbstständig in einen Ur-Krebs um ... Ja ich hätte Ideen, aber ich kann mir nunmal dieses CGI nicht leisten.
2. Die grottenschlechten Effekte!
Absolute Krönung: Durch irgendwelche Sonneneruptionsgravitations- stösse (?) kippt zum Beispiel ein einzelnder Trecker um. Ich bin nicht ganz sicher, aber selbst die Wiese sah aus wie aus feinstem CGI, stark grobmotorisch einfach da hingelegt!
Der Trecker kippt auf den Kopf, hinterlässt aber nirgends Spuren auf der ääääh.. "komisch grünen Fläche", geschweige denn Beulen an sich selbst. Das könnte auch aus einer Bob der Baumeister-Folge stammen, möglich wäre es. Das sah jedenfalls unfassbar schlecht aus.
Dicht gefolgt von einer weiteren ähnlichen Szene, nur diesmal sieht man eine riesige Brücke, 4-6spurig (ich habe es schon wieder verdrängt), Stau auf allen Spuren, Sonneneruptionsgravidingens kommt, Brücke wackelt, alle Autos werden kurz einmal angehoben und knallen dann wieder auf die Strasse. Nicht ein Auto war echt! Die Autos hatten schwarze Scheiben, ALLE Autos und ALLE Scheiben, und sahen irgendwie unfertig und surreal aus ... Hier von "unterirdisch" zu sprechen wäre wohl noch maßlos untertrieben. Zum Glück gibt es aber auch nur wenige dieser Szenen. Die abknickenden Laternenmasten ... gut lassen wir das ... der Rest war okay.
Fazit: Kann man mal nebenbei laufen lassen. Nicht gut, nicht schlecht, auch nicht unfreiwillig komisch, einfach da und durchaus ganz okay. Bezogen auf Ziller-Filme, nicht generell auf Filme. Nimmt man es aber ganz genau, ist DAS der Film bei dem man mal abschalten kann, sich ein leckeres Koch-Rezept für den nächsten Tag im Kopf zusammenstellt oder einfach schon mal überlegt was man als nächstes guckt.
5 von 10 CGI-Treckern