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Bei Ausgrabungen ist Jocelyn auf den Garten Eden gestoßen. Hier fand sie versiegelte Samenkörner, die der Wissenschaftler Frame Marcos für seine geheimen Forschungen verwendet. Der Einsatzbereich der manipulierten Pflanzen ist schier endlos, sie reinigen die Luft von sämtlichen Schadstoffen und hätten das Potential, die Welt zu retten. Doch durch einen gierigen Mitarbeiter, der aus den Pflanzen Profit schlagen will, gelangt ein Samenkorn in verseuchte Erde.

Wenn man vor Filmbeschau die Infos hat, SyFy Channel, Paul Ziller, FSK 12 und TV-Film, dann kann doch eigentlich nur herrlicher Trash bei rumkommen. Da Ziller sich die Story zudem auch noch selbst aus den Fingern gesaugt hat, ist sie gewohnt bar jeder Logik und Realität, hat aber einen gewissen Charme. Allein die Tatsache das man sich hier mit Samen aus dem Garten Eden beschäftigt, der zu Riesenwurzeln mutiert, so sogar Kampfjets aus der Luft holt und sich mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von 50mph auf Carson City zubewegt, ist schon einen Grinser wert.
Die vielen computeranimierten Bilder schwanken dabei mal wieder zwischen grad noch so ertragbar bis mittelmäßig hin und her, mehr ist halt nicht drin bei einem Budget um die eine Million Dollar. Pluspunkte sammelt die Saat des Bösen allerdings durch sein hohes Tempo, da wird nicht unnötig gequasselt, sondern die zwei Gruppen der Protagonisten müssen abwechselnd Erdspalten ausweichen, Luftanfriffe koordinieren, Forschungsanlagen infiltrieren oder vor Wurzelattacken flüchten, da hat Langeweile keine Chance. Wofür ich auch generell dankbar bin, ist der völlige Verzicht auf irgendeine Love Story. Bisher hatte ich geglaubt sowas wäre neuerdings gesetzlich vorgeschrieben, Ziller mach bitte weiter so.
Auf die Gaia-Öko-Message hätte man dafür aber wiederum gern verzichten können, aber wenigsstens ist sie dabei nicht gar so aufdringlich. Auch im unteren Durchschnitt kann man die Darsteller einordnen. Das sind größtenteils (zurecht) unbekannte Nasen, die zwar nicht unangenehm auffallen, aber die Oscar Verleihung maximal vor dem Fernseher miterleben. Ich habe aber einfach eine Vorliebe für zügig vorgetragenen Trash, insofern bin ich geneigt den Film mit ein bißchen Augenzwinkern positiv zu betrachten. Wer allerdings stets seine Portion Melodram oder eine ausgefeilte Geschichte erwartet wird mit Saat des Bösen sicherlich kaum glücklich.
6/10

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