Review

Die Familie von Joe (Helge Schneider) trifft sich auf einer Wiese zu einer geselligen Runde. Großmutter Anna (Anna Fechter), Großvater Ludwig (Reinald Schnell), Cuca (Alfred Edel), Nazioffizier De Pen (Dietrich Kuhlbrodt in Wehrmachtsuniform > Verweis auf die deutsche Vergangenheit von 1933 - 1945, ganz wichtig, Generationenkonflikt etc.) und andere Teilnehmer lassen die gute Laune hochleben und veranstalten sogar eine Polonaise.

Joe hingegen hat nicht wirklich Grund zum Feiern: seine Mutter (Annette Blackmann) ist an den Rollstuhl gefesselt und halb bandagiert während Joes Erzeuger (Joe Blausch) ihn immer wieder misshandelt.

Schließlich landet Joe in den Fängen von De Pe.

Dieser nimmt in einem unterirdischen, bunkerartigen Komplex merkwürdige Experimente vor... .


Meinung:

Um ehrlich zu sein war es mir persönlich selbst nicht möglich die oben beschriebene Handlung aus dem Film selbst herauszufiltern sondern musste erst etwas Recherche betreiben.

Der in schwarz-weiß gedrehte Film wirkt in seinen (alp)traumhaften, bizarren Szenen mehr wie ein Fieberanfall und ich bin sicher wenn sich jemand den Film unter Einfluss von LSD ansehen würde könnte sich der oder die Betreffend auf einen  längeren Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung einer Nervenheilanstalt einrichten.

U. a. sieht man

wie Großmutter und Großvater versuchen Joes Vater umzubringen

Alfred Edels Charakter sich mit Essen vollstopft und schließlich mit Scheiße        vollgeschmiert wird

Joe (als Adolf Hitler) und sein Geliebter Evi (Sergej Gleitmann) auf einem Feld von den restlichen Charakteren in Krankenhauskitteln verfolgt werden

einen Typen in Lederkluft (Wolfgang Schulte) sexuelle Gefälligkeiten mit Evi austauschen


Es wird geschrien, geschlagen, geschossen, gefressen, getanzt und mit Scheiße eingeschmiert (allerdings nur Alfred Edels Charakter).

Das Ganze wird begleitet von Luftschutzsierenen, Kriegslärm und schrillem Jazz.

Menu Total ist definitiv kein Film für den Otto Normal Zuschauer aber Fans von Schingensief und Freunden von experimentellen Filmen kann ich diesen 80-er Jahre Fieberwahn nur wärmstens empfehlen.

Wer hier eine nachvollziehbare Handlung erwartet wird entäuscht.

Eine Handlung ist da.

Allerdings chaotisch aneinandergereiht wie ein wirrer Wahntraum nach zuviel Bier (und / oder LSD).





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