Review

Wirkt wie der inoffizielle Teil 23 von EXORZIST

Es beginnt mit einem kleinen verstörend wirken wollendem Rückblick und die Optik erinnert gleich an spätere SAW Teile. Das ändert sich als unsere WG-Mädels die Szene betreten und sofort schnellt der Nervigkeitsfaktor in ungeahnte Höhen. Danach gibt es bald ein paar Hui-Buh Effekte und nicht wirklich sehr viel zu vermelden als Teen-Horror der allzu beliebigen Art. Dies wird sich allerdings später zum Vorteil für den Film entwickeln und schon überlegt man wen von den Damen es zuerst erwischen soll.

BESSESSEN (im Original: DEVIL SEED) ist wohl der Erstling von Regisseur Greg A. Sager und somit sollte man etwas Milde walten lassen. Dafür ist er nicht ganz so unterirdisch. Die gewollte Mischung aus EXORZIST, ROSEMARYS BABY und ähnlicher Klassiker hat auch ein paar atmosphärische Anleihen aus vergleichbar gelagerten asiatischen Filmen und kann natürlich im Vergleich mit all diesen nicht punkten, hat aber durchaus gelungene Szenen zu verbuchen.

Ich muss mich korrigieren, die Anleihen von Szenen und Effekten gehen teilweise sogar den Weg der dreisten Kopie von Originalen die schon fast 40 Jahre auf dem Buckel haben und trotzdem besser wirken. Aber damit soll BESESSEN nicht wirklich verglichen werden, das wäre nicht  fair. Hat man sich an die "Darstellerinnen" gewöhnt, die wahrscheinlich eher nach Körbchengröße ausgesucht wurden, kann man BESESSEN tatsächlich einen gewissen Unterhaltungsfaktor abgewinnen.

Nachdem die Körbchen auch recht oft im Bild sind und der Terror auch gerne unter der Dusche beginnt gibt der Film dann schon kräftig Gas und in den letzten 15 Minuten wirds dann auch richtig blutig, auch wenn dann auch irritierenderweise Besessene den Opfern in den Hals beißen und damit auch das Infizierten-, Dämonen- und Zombiegenre streifen bzw. sich damit vermischen. Auch das typische Horrorfilmende ist vorhersehbar, aber trotzdem gelungen.

Wem also die Werke von THE ASYLUM zu weit unten auf der Qualitätsskala angesiedelt sind, wird auf der nächsten Ebene von BESESSEN empfangen und wird diesen mit seinem durchaus vorhandenen B-Film-Charme lieb gewinnen können. Der copy&paste Faktor aus dem entsprechenden Genre ist hoch und nicht immer glücklich kombiniert, aber wer sich daran nicht stört könnte den netten kleinen Indie-Exorzistenstreifen sogar etwas abgewinnen.

5,5/10 Frauen mit dunklen Dämonenstimmen....äh,....Punkten

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