Review

Ach herrje, das Leid eines „Allessammlers“ konstatiert sich aus dem Fakt, dass der Großteil der Sammlung aus alten Schinken, Trashgranaten, C-Movies und Filmen wie „The Devil‘s Dozen“ besteht.


Realisiert man, dass der Mensch nur über eine begrenzte Lebensdauer verfügt, ist es umso verwerflicher, seine wertvolle Zeit mit stumpfsinnigem Humbug wie diesem „Meisterwerk“ von Jeremy London zu verschleudern. Apropos Jeremy London, seines Zeichens Regisseur dieses Nobrainers von Film, dieser hat sich selbst noch eine Rolle als Chauffeur verpasst, in der er sich aussehenstechnisch 1 zu1 als Steven Seagal - Double inszeniert. 

Zum Inhalt:

12 Dummbratzen werden in einem Raum eingeschlossen und bekommen angeordnet, sich gegenseitig umzubringen und zwar in einer Reihenfolge die die Schuld eines jeden einzelnen berücksichtigt. Aus dieser Konstellation ergibt sich Spielraum für unzählige „geistreiche“ Dialoge, die die Protagonisten untereinander herausfinden lässt, wer am meisten Murks in seinem Leben verzapft hat. Nachdem fast alle tot und auf mysteriöse Weise verschwunden sind, wird der verblüffte Zuschauer, der zumindest, gem. FSK, 18 Jahre alt sein sollte (was für ein Blödsinn), mit einer teuflischen Erklärung und Auflösung des Films beglückt...

Nun gut, der Inhalt hört sich nicht sonderlich spannend an, wäre da noch die cineastische Filigranität unseres Seagal-Doubles. Fassen wir zusammen:
Obwohl 2011 abgedreht hat der Streifen den Look der 80er. Jede Telenovela hat mehr Budget und ein aufregenderes Set. Die Schauspielsimulanten geben Ihr bestes, leider ist das Beste nicht gut genug, sind wir ehrlich, es ist noch nicht mal mangelhaft sondern einfach nur grottig. 
Außer schwachsinnigen Diskussionen (mit einer unterirdischen dt. Synchro) finden wir hier weder Thrill, noch Gore, noch Möpse. Es ist mir vollkommen schleierhaft, für welch eine Zielgruppe dieser Totalausfall konzipiert wurde !?
Die Krönung ist die plakative Werbung des Verleihs (MIG), die suggeriert, dass wir es hier mit einer Mixtur aus Seven und Saw zu tun haben sollen. Beste Werbetexter, „The Devil‘s Dozen“ ist soweit von Saw geschweige denn von dem wundervollen Sieben entfernt, wie der HSV vom Gewinn der Champions League.

Fazit:
Hier stimmt gar nichts. Inszenierung, Set, Schauspieler, Story, Logik.... alles desaströs. 2/10 aus meiner Sicht, Einen Punkt dafür, dass ich es doch tatsächlich bis zum Ende ausgehalten habe und einen Gnadenpunkt für mein „Seagal-Double“ der mich in Erinnerungen an bessere Filmzeiten hat schwelgen lassen. Rat: Finger weg !!

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