Review

Inhalt:
Im Garten der Eltern von Glen (Stephen Dorff) wird ein Baum gefällt, wodurch eine Druse (ein eiförmiger Kristallstein) freigelegt wird. Zusammen mit seinem Freund Terry gräbt Glen nach weiteren Steinen und findet ein großes Prachtexemplar. Dummerweise wurde bei der Graberei das Tor zur Unterwelt freigelegt, welches durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle geöffnet wird und die Unterirdischen an die Erdoberfläche bringt. Glen, seine Schwester Alexandra, ihre Freundinnen und Terry bekommen es mit den Mächten eines Dämonenlords zu tun.


Kritik:
"Gate - Die Unterirdischen" ist das Paradebeispiel für einen gelungenen Teenie-Monsterfilm der 80er Jahre.
Die Story steckt voller liebevoller Ideen und kommt ohne großes Blutvergießen aus. Lediglich die Barbiepuppe im Auge, das Zermatschen des Vaterplagiatgesichts und der Zombiebauarbeiter sind nicht kindgerecht.

Der Film erzeugt eine angenehm schaurige Stimmung, wobei das Farbspiel eine besondere Atmosphäre erzeugt. Überwiegend wurden Blau- und Rottöne verwendet, die am besten im dunklen Zimmer zur Geltung kommen. Zuletzt habe ich den Film gesehen, als draußen ein Gewitter tobte. Das hat dem ganzen den letzten Schliff gegeben.

Hervorzuheben sind natürlich auch die Monstereffekte, die eine Mischung aus Menschen in Kostümen, Stop-Motion und Animationen darstellen. Aus heutiger Sicht mögen die Effekte zwar überholt sein, dennoch versprühen sie einen besonderen Charme und haben mich damals als kleiner Bengel stark beeindruckt.

Die jungen Schauspieler liefern wirklich gute Leistungen ab, wobei besonders der junge Stephen Dorff (wenn ich nicht wüsste, dass er es ist, hätte ich ihn nie erkannt) und Louis Trip als Terry können punkten.
Letzterer hat neben seinem witzigen Äußeren einige sehr lustige Szenen, wobei sein Besuch im Erdloch und seine Antwort auf die Frage von Glens Schwester, was er dort am Erdloch mache ("Wir versuchen nur die Dämonen zu beschwören, die wir aus Versehen geweckt haben und die die Welt regieren wollen!") besonders komisch sind.

Gut gefällt mir auch die Idee, mit der Schallplatte (ja, lang ist’s her) von der Band Killer Dwarfs (!), deren Songtexte den Schlüssel zum Geheimnis der Geschehnisse liefern. Dass durch rückwärtiges Abspielen der Scheibe versteckte Botschaften zu Tage treten, hätte meinem ehemaligen Musiklehrer sicherlich als Beweis für seine Theorie von satanischen Botschaften in der verteufelten Rockmusik dienen können.

Unterm Strich bleibt ein nettes Monsterfilmchen für einen angenehmen Abend.

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