Vorzeigebürger Dolph Springer lebt in einer Bilderbuchsiedlung in der alles irgendwie leicht verdreht scheint. Eines Tages ist sein Hund Paul verschwunden, es fehlt jede Spur von ihm. So macht sich unser schnauzbarttragender Stirnrunzler auf die Suche nach ihm und kommt einem Unternehmen mit seltsamen Absichten auf die Spur...
"Wrong" wirkt dabei wie ein Jodorowsky für die Techno Generation. Ein französischer Pseudosurrealismus Streifen der mit seinen dämlichen Späßen, wenn man diese so bezeichnen kann, den Zuschauer mächtig auf die Palme bringt. Denn die meisten Jokes drehen sich lediglich darum, dass Menschen ungewöhnliche Sachen tun, meistens das Gegenteil von dem was normalerweise der Fall ist. Da unterhalten sich zwei Bekannte mit ihren Handys obwohl sie nur wenige Meter auseinanderstehen, die Hausnummer hängt am Bordstein anstatt an der Hauswand, der Nachbar vom Dolph hat eine Krankheit die ihm das Joggen leugnen lässt obwohl er dies regelmäßig tut (Haha!), und Dolph selbst geht immer noch zur Arbeit obwohl er schon seit Ewigkeiten gekündigt ist.
Die Dialoge und Einfälle sind dabei mäßig kreativ, in etwa so als hätte man die Idee einen neuen Zombiefilm zu drehen. Das pseudointellektuelle Geschwafel, lässt einen im minutentakt mit den Augen rollen, und der ständig verdutzte Blick des Hauptdarstellers, als würde er denken er hätte stets etwas falsches gesagt, ging mir mächtig auf den Zeiger. Allgemein ist die Art der Abgefahrenheit die einem hier beschert wird nicht sonderlich überraschend. Nach wenigen Minuten hat man einfach keine Lust mehr zu sehen was denn als nächstes so ungemein doofes passiert, denn bei Regisseur Dupieux hat man das Gefühl er will den Surrealismus mit einfachsten Mitteln erzwingen und hat null Interesse den Zuschauer durch wirklich Unvorhergesehenes und Komisches zu überraschen. Das wirkt einfach nur verkrampft und unlustig, und da auch die Geschichte nie richtig in Gang kommt erweist sich die Hundesuche genauso träge wie nervtötend.
Technisch ist alles zwar irgendwie einwandrei, das reicht aber nicht hinne, und zwang mich den Film in 3 Etappen zuende zu gucken. Das Regisseur Quentin Dupieux ebenfalls auch DJ ist und mit solch "kunstvoller" Utz-Utz Musik wie "Flat Beat" einen Hit landete sagt dann ja sowieso alles.